Fortbildungsveranstaltung zu “Schlafes Bruder” von Robert Schneider am 11. Januar 2007, 15:00 Uhr mit Dr. Dirk Baldes, Uni SaarbrĂĽcken,  im LPM                                               


 

Handout von Dr. Dirk Baldes, LPM-Veranstaltung

 

1.   Entstehung, biografische                Funktionalität und Rezeption

 

1.1.                Entstehung

            Entstanden 1990, Erstdruck 1992 (Roman-DebĂĽt) beim Leipziger Reclam Verlag nach Absage von 23 Verlagen wegen sprachlicher Mängel und inhaltlichen Unstimmigkeiten

 

            Literarische Assoziationen zu SĂĽskinds „Parfum“ (1985), aber auch zu Márquez’ „Hundert Jahre Einsamkeit“ (1967) und traditionellen KĂĽnstlerromanen der Romantik, von Thomas Mann, Thomas Bernhard, Franz Grillparzer; Autobiografie Franz Michael Felders (1839-1869) „Aus meinem Leben“

 

1.2.                Biografische Elemente

            Schneider spricht selbst von vielen „autobiografischen Momenten“, weshalb er sich mit dem Text eng verbunden sehe. Als „Korrektiv“ dazu dient ihm die Vergangenheit des 19. Jahrhunderts. Aber was leisten die Biografismen zum Verständnis des Buches?

 

1.3.                Rezeption

            Zunächst erfolglos beim Bachmann-Wettbewerb 2001, dann aber Ăśbersetzung in 24 Sprachen, Bearbeitungen fĂĽr Ballett, Film und Oper. Ăśberwiegend positive Kritik, aber auch Vorwurf einer trivialen, „kitschigen Sentimentalität“ (Brenner); wurde zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Gegenwartsromane mit Qualität, häufige SchullektĂĽre

 

1.4.                Zum Erfolg

            Modernität

Übertragbarkeit einzelner Aspekte in die Gegenwart (Gefühlskälte, Gleichgültigkeit, Sprachlosigkeit der Menschen, Brutalität und Verrohung der Sitten; Verlust der Selektionsfähigkeit) / Gegenwärtiges Interesse an historischen Romanen => durch authentisches Material wird eine potenzielle Entwicklung gezeigt. Vgl. Süskind, Ransmayr, Nadolny

 

            Nähe zur Filmtechnik

Leicht verdauliche Kapitel/Szenen mit meist chronologisch erzählter Handlung und überschaubaren Episoden => Filmschnitte

 

            Spiel mit der Fiktion

Der Roman als Gedankenspiel über verkannte Genies und den damit assoziierten potenziellen Fortgang der Weltgeschichte. Bietet durch fantastische bzw. legendenhafte Einschübe und durch die erzählerische Gestaltung sowohl traditionelle als auch postmoderne Interpretationsangebote

 

            Mögliche weitere GrĂĽnde: ironischer Grundton, Wendung zum Kunstmärchen, Schlussgestaltung, wohlwollende erste Rezensionen; Besprechung im „Literarischen Quartett“; „Ost-Bonus“: einzige Hardcover-Veröffentlichung des Reclam Verlags => besonderes Interesse, Verfilmung und Vertonung!

 

 

2.   Forschungsbericht

Zu früh für ausgeweitete wissenschaftliche Untersuchungen. Erste Ansätze beschäftigen sich zumeist mit den Themen Religion, ästhetische Konstruktion, Künstlerproblematik, Erzählhaltung und Sprache

 

 

3.   Zur Gattung

Die Mischung verschiedener Genres ist Kennzeichen des postmodernen Romans. =>  Spiel mit den Gattungen, dennoch in jeder Hinsicht ein Anti-Roman: Dorfchronik, Heimatroman, Entwicklungs- bzw. Bildungsroman, Kunstmärchen, aber auch Merkmale der Erzählung, der Novelle, der Heiligen- oder Märtyrerlegende usw.

 

 

4.   Strukturelle Gliederung

19 Kapitel unterschiedlicher Länge, die motivisch und thematisch eng miteinander verknüpft sind. Chronologische Erzählung mit episodischen Unterbrechungen der Haupthandlung. Doppelter Rahmen: äußerer Rahmen Kap. 1 + 19; innerer Rahmen Kap. 2 + 18; Reflexives Kapitel 3 / Zentrale Bedeutung des Eingangssatzes

 

Analogie zur filmischen Inszenierung durch Kapitelkonstruktion, skizzierende Zusammenfassung im ersten Kapitel, „filmische Retrospektive“ (Schneider) des letzten Kapitels

 

Rhapsodisch-musikalische Komposition, z.T. repetitorische Mittel

 

Dominierende postmoderne Elemente: Bruch mit dem elitären Kunstverständnis der Moderne durch Überzeichnung des Genie-Begriffs; metafiktionale Elemente; Sinnverlust => Orientierungsverlust => Wirklichkeitsverlust; stattdessen Roman als Experimentierfeld mit fantastischen Elementen und Genre-Brüchen / Aber auch traditionelle Erzählweisen des 19. Jahrhunderts, z.B. Leseranreden

 

 

5.   Funktion des Erzählers

„Unsichtbar ist der Erzähler in diesem Roman freilich nie; er trägt ein Kostüm aus alter Zeit, dessen Nähte an einigen Stellen aufgegangen sind und darunter den modernen Anzug hervorschauen lassen.“ (Zeyringer)

 

Spürbare Präsenz des Erzählers, der alle Fäden in der Hand hält. Er nutzt seine auktoriale Allwissenheit, um sich selbst in den Vordergrund zu stellen und die Kommunikation mit dem Leser aufrecht zu erhalten. Innensicht in alle Personen, sogar in Natur und Gott. / Spiel des Erzählers

 

Verwendung des pluralis majestatis zur Integration des Lesers in die Perspektive des Erzählers

 

Für Schneider ist der Erzähler ein „ganz großes ironisches Moment“. / Er redet, weil es die Figuren selbst nicht können.

 

6.   Sprache

Sprache als zentraler Ansatzpunkt zur Kritik. Sie sei manieristisch und mische archaische und moderne Ausdrücke (Karasek) / Kunstsprache mit Fiktionsbrüchen: Schwache Konzeption oder, wie Schneider sagt, gewolltes Mittel der Ironie? / Verbneuschöpfungen wie „nasen“ (11) oder „schuhen“ (34) / Synästhesien (z.B. 36)

 

Zeigt die Unfähigkeit der Menschen zur Kommunikation => Verrohung aller Dorfbewohner und hauptsächlich verantwortlich für deren Untergang; Substitution durch Musik, die allerdings nur Elias versteht / Schneider: „leiser ironischer Grundton“

 

 

7.   Interpretationsansätze und                            Motivik

 

7.1.                Religiosität

Obsoletes Bild Gottes als Weltenrichter und Festhalten am mittelalterlichen Aberglauben charakterisieren die Bewohner des Dorfes als unmündige Menschen, die zu einer reflektierten und sozialen Lebensweise nicht fähig sind => z.B. Einfluss des Schaupredigers

 

Spuren der Legende und des Märtyrertums; alt- und neutestamentliche Assoziationen im gesamten Text / Elias’ Klage und Abkehr von Gott / Erlösung und Strafe

 

Romantische Kunstreligion / Musik

 

7.2.                Musik und Kunst

Musik als Ausdruck der Liebe, kann aber die Notwendigkeit sprachlicher und zwischenmenschlicher Kommunikation nicht ersetzen => Problem des (romantischen) KĂĽnstlers, des AuĂźenseiters

 

Elias’ musikalische Predigt in Feldberg und die harmonisierende Kraft der Musik (Dorfbewohner, Peter)

 

Fantastische (märchenhafte) Genialität mit starkem Bezug zur Natur; Tanz der Zitronenfalter (69, 153)

 

7.3.                Feuer – Wasser / Petrifels – Stein

Natur

Übermächtiger Antagonist der Dorfgemeinschaft, die deren Untergang fördert. (76) Aktiv handelnde, belebte und beseelte Natur, die Gottes Wille unterstützt. Elias Fähigkeit, mit ihr zu kommunizieren. (56, 197)

 

Motivgeflecht des Feuers:

Feuer als apokalyptische Strafe Gottes, die Schmerz, Tod, Verwüstung, aber auch Reinigung bringt: Drei Feuer als Strafe Gottes, der den Menschen in Eschberg „nie gewollt“ (10) hat / Kurat Elias Benzer und seine „Feuerpredigt“ (25) / Menschenverbrennungen (Seelenzilli, Meistenteils, Seff Alder) / Wortassoziationen: „Feuerengel“ (76) „wortfeuriger“ Benzer (20) / Peters Brandstiftung, seine unberechenbare, grausame Art und sein Tod am „Sankt-Antonius-Feuer“ (201) verbinden ihn mit der Feuermetaphorik

 

Motivgeflecht des Wassers:

Taufe von Elias und Peter: Vergleich der Kraft des Wassers mit der Kraft des Feuers => Peter (Feuer), Elias (Wasser) (28) / Wasser hält dem Feuer stand und schützt die Bewohner (11, 26), lindert Elias’ Schmerz, hilft ihm gegen den Schlaf (190f.) und ist durch seine Kraft, Steine zu schleifen (55), motivisch mit dem wasserverschliffenen Stein verbunden / metaphorische Bezüge zu Elias’ Musik (180)

 

Motivgeflecht des Petrifelsen:

Ort des Hexensabbats (110), des Suizids des Elias Benzer, der Verbrennung des Meistenteils, der voyeuristischen Begierde Peters (78) und der DemĂĽtigung der Burga (124ff.) / Assoziation zum Feuer

 

Motivgeflecht des wasserverschliffenen Steins:

Leitmotiv des Romans: Idyllischer Rückzugsort für Elias („Der Stein rief.“, 33); Ort des Hörwunders, der Mannwerdung und des Todes; Stelle, die die Toten zum Himmel führe, Assoziation mit Wasser und Gottes Fußsohle (107) / Für Elsbeth Ort der Erinnerung (203). Mystisches Verschwinden des Steins, ähnlich wie Grabstein Jesu (113, 203)

 

7.4.                Liebe, Schlaf und Tod

Sublimierung der Sexualität durch Kunst (Elias’ Traum, 111) und Scheitern aller Liebesbeziehungen durch mangelnde Kommunikationsfähigkeit / Fehlinterpretation der Aussage „Wer schläft, liebt nicht!!“ => Suspendierung des Schlafes / Erlösung von der krankhaften Liebe durch den Tod.

 

 

8.   Figurencharakteristik

 

8.1.                Dekadente Dorfgemeinschaft

Geprägt durch Eigennutz (Ellensönin, 15ff.), Schadenfreude (89), Neid (gemeinschaftlicher Mord am Meistenteils, 82ff.), Spott, moralische Verwerflichkeit (Witwe Lamparter, 92), Trotz (Elias’ Tod durch Schlafentzug, Cosmas’ Tod durch Nahrungsentzug => „störrischer Charakter“ der Eschberger, 12), abergläubige Naivität und Rachsucht / Erstarrung und Degeneration der Gemeinschaft durch Sprachlosigkeit und Inzucht

 

8.2.                Johannes Elias Alder

Emotionaler, leidenschaftlicher Charakter mit Affinität zu Kunst und Natur / Außenseiter durch körperliche Stigmatisierungen und scheinbar göttliche Auserwähltheit

 

(Romantisch) künstlerische Persönlichkeit, die sich nur über die Sprache der Musik mitzuteilen weiß; Scheitern der Kunst durch: a) äußerliche Widerstände b) eigene Unfähigkeit zur Differenzierung von Liebe und Kunst c) Musik führt automatisch wieder zur Liebe (und damit zur Qual) zurück / untauglich für Verklärung oder Monumentalisierung seines Genies, da fehlende Partituren und andere Lebenszeugnisse

 

Seine Liebe zu Elsbeth (Gleichklang der Herzschläge, 52, 78) leidet unter der Sprachlosigkeit (152,159) und der Angst, eigene Schwächen zu zeigen. Sie ist Anlass seiner Anklage Gottes, der ihm die Erfüllung der Liebe vorenthalte. Die Erlösung von der Sehnsucht mündet in Gleichgültigkeit und in die Sinnlosigkeit des Lebens. (149) => Naiver Glaube, durch Schlafentzug Gott hintergehen und sich Elsbeth zurückerobern zu können.

 

8.3.                Peter Elias Alder

Sadistischer, bösartiger Charakter, der seinen eigenen Schmerz stillt, indem er anderen Menschen und Tieren willkürlich Schmerz zufügt (73); ist Brandstifter des ersten Feuers

 

Antagonist und Komplementärfigur zu Elias und durch gemeinsamen Taufakt mit ihm verbunden. Homoerotische Neigung, die ebenfalls unausgesprochen bleibt. Peter hilft Elias bei dessen Schlafentzug. Ändert sein Leben grundlegend nach dessen Tod.

 

8.4.                Elsbeth

Typisches Dorfmädchen, das in der Heirat mit Lukas und ihren sechs Kindern seine Bestimmung findet. Sie wird nur vage beschrieben und bleibt in jeder Hinsicht passiv. Auch sie ist unfähig zur sprachlichen Liebeserklärung. Hauptfigur des letzten Kapitels.

 

 

9.   Zum Film

Problem der Verfilmung: Fehlende Erzählerfigur wird kompensiert durch besondere Kameraführung und Filmschnitt => Aufwertung der Figurenrede (um deren Defizit es ja gerade im Buch geht) / Sichtbarmachen der zahlreichen Gedanken und Wahrnehmungen durch Montagetechnik: Akkumulation akustischer und optischer Eindrücke (Jenny: „Neuschwanstein des Heimatfilms“) / Wesentlicher Unterschied: Roman spielt weitgehend in der Kindheit, der Film ist ein „Drama zwischen Erwachsenen“. (Jenny)

 

Inhaltliche Änderungen u.a.: Biografische Episoden fehlen weitgehend; Meistenteils’ Rolle wird vom Köhler Michel übernommen; hinzugesetzte Szenen (z.B. Spieluhr) zur Steigerung der Theatralik

 

Grundsätzliches Darstellungsproblem, das nicht umgangen werden kann: Nicht mehr nur Fantasie (Buch), sondern wahrnehmbare Darstellung (Film) => Wie wird das Genialische transportiert?

 

 

 

 

10.         Mögliche Themen fĂĽr eine                     Erörterung

 

Interpretieren Sie den Roman als Geschichte eines gescheiterten Künstlers und weisen Sie in diesem Zusammenhang die Funktion des Erzählers nach.

 

Erörtern Sie die Bedeutung des Kommunikationsproblems für das Scheitern der Beziehung zwischen Elias und Elsbeth.

 

Diskutieren Sie die Entwicklung des Johann Elias Alder vor dem Hintergrund seiner Beziehung zu Gott und Natur.

 

Charakterisieren Sie die beiden Freunde Elias und Peter und weisen Sie deren antagonistische Konzeption nach.

 

Weisen Sie die Bedeutung von Feuer und Wasser im Roman nach und erörtern Sie den motivischen Zusammenhang.

 

Charakterisieren Sie Seff Alder als Repräsentanten der Eschberger Dorfgemeinschaft und erörtern Sie die Gründe für deren Untergang.

 

 

 

 

11.         Mögliche produktive                            Schreibansätze

 

Verfassen Sie Elsbeths im Buch ausbleibende Antwort auf die Frage ihres Sohnes Cosmas, was Liebe sei. (204)

 

Schreiben Sie den Brief des Professors an die Seffin in direkter Rede. (186)

 

Schreiben Sie Elsbeths Erinnerung an eine Episode des Dorfschullehrers nieder, der vom Hexensabbat auf dem Petrifelsen berichtet habe. (110)

 

Schreiben Sie Seffs Beichte an den Sohn in direkter Rede, beispielsweise als Brief. (133)

 

Verfassen Sie Elias’ Liebeserklärung an Elsbeth, von der der Erzähler so gerne berichten würde. (136)

 

 

 






 

 

12.         Robert Schneider

 

 

12.1.

 Robert Schneider, 2004

Biografische Daten

Geb. am 16.6.1961 in Bregenz

Leibliche Eltern unbekannt; aufgewachsen bei wohlhabenden Adoptiveltern im Bergdorf Meschach (Vorarlberg); Besuch der Schulen in Meschach, Götzis und Feldkirch (Abitur); Studium der Komposition (1981-1983), der Kunstgeschichte und der Theaterwissenschaft (1983-1986) in Wien, Studienabbruch; Arbeit als Fremdenführer und Organist; lebt heute als freier Schriftsteller in Meschach und New York

 

12.2.Werke (Auswahl)

Schlafes Bruder (Roman, Leipzig: Reclam 1992)

Dreck (dramatischer Monolog, Leipzig: Reclam 1993)

Die Luftgängerin (Roman, München: Blessing 1998)

Die UnberĂĽhrten (Roman, MĂĽnchen: Knaus 2000)

Der Papst und das Mädchen (Novelle, Leipzig: Reclam 2001)

Schatten (Roman, Leipzig: Reclam 2002)

Kristus. Das unerhörte Leben des Jan Beukels (Roman, Berlin: Aufbau 2004)

 

12.3.Preise (Auswahl)

Filmdrehbuchpreis des Ă–sterreichischen Rundfunks (1990)

Preis des österreichischen Lesezirkels (1992)

Dramatiker-Preis der Potsdamer Theatertage (1993)

Nachwuchsdramatiker des Jahres der Zeitschrift „theater heute“ (1993)

Alemannischer Literaturpreis (1993)

Robert-Musil-Stipendium der Stadt Wien (1993-1996)

Literaturpreis der Salzburger Osterfestspiele (1994)

Marieluise-FleiĂźer-Preis der Stadt Ingolstadt (1994)

Premio Grinzane Cavour Turin (1994)

 

 

13.         Auswahlbibliografie zu

Robert Schneider: Schlafes Bruder

 

 

13.1.Quellen

Kruse, Bernhard Arnold: Interview mit Robert Schneider. In: Der Deutschunterricht 48 (1996), H. 2, S. 93-101.

Schneider, Robert: Schlafes Bruder. Roman. Leipzig: Reclam 292005.

 

13.2.Literaturgeschichten und Lexikoneinträge

Brenner, Peter: Neue deutsche Literaturgeschichte. Vom Ackermann zu GĂĽnter Grass. TĂĽbingen 1996. [Zu Robert Schneider insb. S. 322-324]

Gehle, Holger: Art. „Robert Schneider“. In: Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. München: Text und Kritik.

 

13.3.Sammelbände

Robert Schneider. „Schlafes Bruder“. Erläuterungen und Dokumente. Hrsg. von Rainer Moritz. Stuttgart 1999.

Über „Schlafes Bruder“. Materialien zu Robert Schneiders Roman. Hrsg. von Rainer Moritz. Leipzig 1996.

 

13.4.Monografien

Berger, Norbert: Robert Schneider – Schlafes Bruder. Unterrichtshilfe mit Kopiervorlagen für die Sekundarstufe II. Donauwörth 2006.

Lammers, Michael: Interpretationshilfe Deutsch. Robert Schneider: „Schlafes Bruder“.

Steets, Angelika: Robert Schneider: „Schlafes Bruder“. München 1999. [Oldenbourg Interpretationen]

 

13.5. Aufsätze

Barkhoff, Jürgen: Robert Schneider’s „Schlafes Bruder – A Neo-Romantic Musikernovelle? In: Music and Literature in German Romanticism. Ed. by Siobhan Donovan and Robin Elliot. Camden House 2004, S. 203-216.

Edinger, Ursula: „Schlafes Bruder“ in der Kritik des Auslandes. In: Über „Schlafes Bruder“, S. 123-138.

Klingmann, Ulrich: Sprache und Sprachlosigkeit: Zur Deutung von Welt, Schicksal und Liebe in Robert Schneiders „Schlafes Bruder“. In: Deutschsprachige Gegenwartsliteratur. Hrsg. von Hans-Jörg Knobloch und Helmut Koopmann. Tübingen 1997, S. 205-221.

Körtner, Ulrich H. J.: Liebe, Schlaf und Tod. Ein theologischer Versuch zu Robert Schneiders Roman „Schlafes Bruder“ [Urspr. 1995]. In: Über „Schlafes Bruder“, S. 92-100.

Kosmitsch-Lederer, Marion: Robert Schneiders „Schlafes Bruder“ – Eine Analyse des Romans. In: Österreich in Geschichte und Literatur 40 (1996), H. 5b-6, S. 340-355.

Landa, Jutta: Robert Schneiders „Schlafes Bruder“: Dorfchronik aus Kalkül? In: Modern Austrian Literature 29 (1996), H. 3/4, S. 157-168.

Moritz, Rainer: Nichts Halbherziges. „Schlafes Bruder“: Das (Un-)Erklärliche eines Erfolges. In: Über „Schlafes Bruder“, S. 11-29.

Norton, Robert E.: „Schlafes Bruder – Sinnes Schwund“: Robert Schneider and the Post-Postmodern Novel. In: Signaturen der Gegenwartsliteratur. Festschrift für Walter Hinderer. Hrsg. von Dieter Borchmeyer. Würzburg 1999, S. 239-246.

Polt-Heinzl, Evelyne: Robert Schneider: „Schlafes Bruder“. In: Romane des 20. Jahrhunderts. Stuttgart 2003, S. 260-273.

Schaub, Mirjam: Robert Schneider und das Ende der Literaturkritik. [Urspr. 1995] In: Über „Schlafes Bruder“, S. 40-48.

Schlösser, Hermann: „Wie kein Meister vor oder nach ihm...“. Die Einzigartigkeit des Komponisten Elias Alder. In: Über „Schlafes Bruder“, S. 79-91.

Steets, Angelika: Robert Schneiders „Schlafes Bruder“. Anregungen für eine Unterrichtssequenz. In: Der Deutschunterricht 51 (1999), H. 4, S. 82-90.

Werner, Mark: „Schlafes Bruder“ – eine Heiligenlegende? In: Über „Schlafes Bruder“, S. 100-123.

Zeyringer, Klaus: Felders Stiefbruder oder Der verkleidete Erzähler. Robert Schneiders Dorf-Geschichte. In: Über „Schlafes Bruder“, S. 55-79.



 



 

13.6.Rezensionen zum Buch

Das Literarische Quartett, Sendung vom 19.11.92. [In Auszügen wiedergegeben in: Erläuterungen und Dokumente, S. 64-71.]

Doerry, Martin: Ein Splittern von Knochen. In: Der Spiegel, 23.11.92. [Auch in: Über „Schlafes Bruder“, S. 162-166.]

Drommer, Günther: Genie zum Fürchten. In: Wochenpost, 1.10.92. [Auch in: Über „Schlafes Bruder“, S. 148-150.]

Loquai, Franz: Der Geheimtipp als Bestseller. In: Mittelbayerische Zeitung. Beilage ‚Das neue Buch’, 5.5.93. [Auch in: „Erläuterungen und Dokumente“, S. 57f.]

Matt, Beatrice von: Föhnstürme und Klangwetter. In: Neue Zürcher Zeitung, 20.10.92. [Auch in: Über „Schlafes Bruder“, S. 154-157.]

Ohrlinger, Herbert: Ein Neuer aus Österreich. In: Die Presse, 22.8.92. [Auch in: Über „Schlafes Bruder“, S. 139-143.]

Radisch, Iris: Schlafes Brüder. Pamphlet wider die Natürlichkeit oder Warum die junge deutsche Literatur so brav ist. In: Die Zeit, 6.11.92. [Auch in: „Erläuterungen und Dokumente“, S. 59-64.]

Schmidt, Thomas E.: Das Genie, das keines wurde. In: Frankfurter Rundschau, 10.10.92. [Auch in: Über „Schlafes Bruder“, S. 150-154.]

Schröder, Julia: Denn wer liebt, schläft nicht. In: Stuttgarter Zeitung, 30.10.92. [Auch In: Über „Schlafes Bruder“, S. 157-159.]

Seiler, Christian: Die Geschichte lächelt durch ihre Tragik. In: Die Weltwoche, 26.11.92. [Auch in: Über „Schlafes Bruder“, S. 166-171.]

Wallmann, Hermann: Klangwetter, Klangstürme, Klangmeere, Klangwüsten. Rez. in: Süddeutsche Zeitung, 30.9.1992. [Auch in: Über „Schlafes Bruder“, S. 143-147.]

Wieckhorst, Volker: Denn im Schlafe liebt man nicht. In: Rheinischer Merkur, 25.12.92. [Auch in: Über „Schlafes Bruder“, S. 171-174.]

Winkels, Hubert: Hörwunder. In: Tempo 11 (1992). [Auch in: Über „Schlafes Bruder“, S. 159-161.]

 

13.7.Rezensionen zum Film

Jenny, Urs: Verlorene Liebesmüh. In: Der Spiegel 1995, H. 40. [Auch in: Über „Schlafes Bruder“, S. 175-179.]

Seidel,  Hans-Dieter: Komm, o Tod und fĂĽhre mich nur fort. In: FAZ, 5.10.95. [Auch in: Ăśber „Schlafes Bruder“, S.179-182.]

Skasa-Weiss, Ruprecht: Grandios georgelt. In: Stuttgarter Zeitung, 5.10.95. [Auch in: Über „Schlafes Bruder“, S. 183-186.]