LPM-Veranstaltung L1.230-1101: S. Lenz “Das Feuerschiff”

1 Informationen über Siegfried Lenz:

 

Zeittafel zu Leben und Werk von Siegfried Lenz
 

 

1926 Lenz wird am 17. März in Lyck (Masuren, Ostpreußen) geboren.
1943 Kriegsabitur, Eintritt in die Kriegsmarine.
1945 Er desertiert kurz vor dem Zusammenbruch in Dänemark und gerät in englische Gefangenschaft. Danach wohnt er in Bargteheide bei Hamburg und beginnt ein Studium der Philosophie, Literaturgeschichte und Anglistik an der Universität Hamburg.
1948 Abbruch des Studiums, Redakteur bei der „Welt“.
1949 Heirat
1950 – 1951 Beginn der schriftstellerischen Aktivität.
Seit 1951 Freier Schriftsteller in Hamburg, im Sommer wohnt die Familie in Dänemark.
 Erster Roman „Es waren Habichte in der Luft“. Mitglied der „Gruppe 47“.
1952 Verleihung des René-Schickele-Preises.
1953 „Duell mit dem Schatten“.
1955 „So zärtlich war Suleyken“. Masurische Geschichten
1957 „Der Mann im Strom“.
1958 „Jäger des Spotts“, Roman. „Der Mann im Strom“ wird verfilmt.
1959 „Brot und Spiele“, Roman, „Ein Freund der Regierung“, Kurzgeschichte.
1960 „Das Feuerschiff“, Erzählung.
1961 „Zeit der Schuldlosen – Zeit der Schuldigen“, Hörspiele
 Literaturpreis der Freien Hansestadt Bremen, Gerhart-Hauptmann-Preis der  Freien Volksbühne Berlin.
1963 „Stadtgespräch“, Roman. Verfilmung von „Das Feuerschiff“.
Seit 1965 Teilnahme an Wahlkämpfen für die SPD.
1968 Vortragsreise durch Australien. „Deutschstunde“, Roman.
1970 Verfilmung von „Deutschstunde“. Lenz reist auf Einladung von Willy Brandt zur Unterzeichnung des deutsch-polnischen Vertrags mit nach Warschau.
1971/72 Verfilmung von 13 masurischen Geschichten für das Fernsehen.
1973 „Das Vorbild“, Roman.
1975 „Der Geist der Mirabelle. Geschichten aus Bollerup“. “Einstein überquert die Elbe bei Hamburg“, Erzählungen.
1976 Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Universität Hamburg
1978 „Heimatmuseum“, Roman.
1981 „Der Verlust“, Roman.
1984 „Ein Kriegsende“. Erzählung.
1985 „Thomas-Mann-Preis“, als seine wichtigste Auszeichnung
1999 „Arnes Nachlass“, Roman.
2003 „Fundbüro“, Roman.
2008 „Schweigeminute“, Novelle.

 

1.2 literarische Aktivität

Maletzke, Erich (2006
): Siegfried Lenz. Eine biografische Annäherung. Zu Klampen Verlag, Springe.


Zentralaussagen:

Neben Günter Grass gehört Siegfried Lenz zu den erfolgreichsten deutschen Schriftstellern. In jüngeren Jahren reist Lenz um die Welt, macht Wahlkampf für die SPD und beteiligt sich an den Aktivitäten der Gruppe 47. Sein politisches Engagement endet mit der Abwahl von Helmut Schmidt. Man nennt ihn den Dichter des Mitleids, den fantasievollen Humoristen. Am 17. März 1926 ist Lenz in Lyck geboren. Sein Vater, Otto Lenz, arbeitet als Zollbeamter und trennt sich früh von der Familie, so dass er keine genauen Erinnerungen an ihn hat. Das Vater-Sohn-Thema kommt als Konfliktstoff in vielen literarischen Werken vor, vielleicht ist es ein Ersatz für die echte Vater-Sohn-Beziehung.

Selbstversetzung nennt Lenz die Eigenschaft, sich in die handelnden Figuren seiner Erzählung hineinzuversetzen. Man vermutet, dass es die Erzählungen seiner Großmutter gewesen sind, die seine Fantasie beflügelt haben, Zumindest finden ihre Geschichten Zugang in „Heimatmuseum“ und „So zärtlich war Suleyken“.
Als Zehnjähriger liest er wie viele andere aus Langeweile die Groschenhefte, um so aus der Mühsal des Alltags zu entfliehen und in eine unkomplizierte neue Welt einzusteigen.
Seine lebenslange Liebe zum Angelsächsischen wird durch den Autor der Groschenhefte Hans Warren geweckt, der besonders England-freundliche Titelfiguren auswählt.. Lenz ist ein mittelmäßiger Schüler gewesen, kann aber seine schwachen Leistungen durch sportliche Aktivitäten ausgleichen Seinen aus Riga stammenden Deutschlehrer in der Oberschule hat er sehr geschätzt, seine Englischlehrer Margarete Wittram richtig verehrt. 1943 erreicht ihn der Stellungsbefehl zur deutschen Marine und er kommt zum Panzerschiff „Admiral Scheer“. Ein Journalist, Michael Jürgs, behauptet, dass Lenz den Befehl erhalten habe, einen Kameraden zu töten, aber schließlich mit ihm geflüchtet sei. Mit 19 Jahren ist der Krieg für ihn zu Ende. Er wird als Kriegsgefangener nach Witzwort auf der Halbinsel Eiderstedt gebracht und lernt hier das Lagerleben kennen, das er in den Romanen „Brot und Spiele“ und „Deutschstunde“ verarbeitet. Aufgrund seiner hervorragenden Englischkenntnisse wird er als Dolmetscher beschäftigt und arbeitet für eine Entlasskommission. Nachdem er sich selbst die erforderlichen Papiere ausgestellt hat, beginnt er an der Hamburger Universität das Studium der Philosophie, Anglistik und Literaturgeschichte. Er nutzt aber die Universität hauptsächlich, um seine Schwarzmarktgeschäft abzuschließen.
Seine erste Geschichte „Die Zehn Gebote“ bringt die unter englischer Leitung stehende Zeitung „Die Welt“ heraus. In dieser Geschichte verarbeitet er das später oft auftauchende Thema „Pflicht“. Ein amerikanischer Gouverneur verlangt von den Jugendlichen, dass sie wieder Respekt vor den Eltern haben müssen und nach erfolgloser Ermahnung verlangt er das Auswendiglernen der Zehn Gebote, die er aber selbst nicht kennt und deshalb gezwungen ist , beim Pastor Auskunft einzuholen. Lenz  beginnt gleichzeitig seine Tätigkeit als Mitarbeiter des NWDR und schreibt ein Hörspiel über den Revolutionär Stenka Rasin, der sich 1671 den Russen widersetzt, als es um die Einengung der Freiheitsrechte der Don Kosaken geht. Lenz Schreibstil fällt auf durch ungewöhnliche Adjektive, mit denen er seine Substantive aufrüstet.

1949 plant er den Roman „Es waren Habichte in der Luft“ und überträgt auf die Person des Volksschullehrers Stenka seine eigenen Erlebnisse Hans Werner Richter lädt ihn 1952 zum Treffen der Gruppe 47 ein, dort trifft er Celan, der aus dem Gedicht „Todesfuge“ vorliest und letztendlich durchfällt.
Ernest Hemingway galt für Lenz anfangs als schriftstellerisches Vorbild. Seine Erzählung „Jäger des Spotts“ ist eine nur gering veränderte Version von Hemingways  Novelle „Der alte Mann und das Meer“. Lenz ist beim NWDR, besonders nach dem Ausscheiden aus der „Welt“, ein gern gesehener Gast, der regelmäßig Texte abliefert und aufgrund seiner markanten Stimme auch fremde Texte vorliest.
Neben seinen ernsten, bisweilen düsteren Erzählungen entstehen jetzt zwanzig heitere aus dem masurischen Humor entstandene Geschichten unter dem Titel „So zärtlich war Suleyken“. Suleyken findet sich als Ort im Kreis Oletzki. „Eine menschliche Komödie im Miniaturformat“, hat Reich-Ranicki diese Geschichten 1981 bezeichnet, als die 15. Auflage auf den Markt kommt. 1957 schreibt er den Roman „Der Mann im Strom“. Mit diesem Werk beginnt eine neue Schaffensperiode, denn als neuer Handlungsort konzentriert er sich auf den Hamburger Hafen und als Protagonist auf den alternden Taucher Jan Hinrichs, der entlassen werden soll, aber durch seine Erfahrung und seine Kenntnisse für den Chef wichtig wird. Zusätzlich wird das problematische Verhältnis von Hinrichs Tochter Lena und dem Taugenichts Manfred eingearbeitet. Als Vorarbeit zu seinem Weltbestseller „Die Deutschstunde“ schreibt Lenz die Erzählung „Gelegenheit zum Verzicht“. Eines der Rezepte für seine Texte lautet: „Man muss die Menschen einer extremen Situation aussetzen, um ihr Verhalten und ihr Handeln beurteilen zu können. Dieser Druck kann physisch, moralisch oder politisch sein. In der 1960 erscheinenden Novelle „Das Feuerschiff“ wird dieser Grundsatz angewendet und durch das Problemfeld Pflicht ergänzt. Reich-Ranicki betont, dass Lenz damit seinen literarischen Ruf endgültig gefestigt hat und nach Walter Jens seine Meisterschaft beweisen kann. Sein literarisches Rezept besteht darin, dass er seine literarischen Handlungen spannend für den Leser verpacken will. Aber er erwähnt auch, dass in ihm ein geheimer Pädagoge schlummert, der sehr gerne mit didaktischem Impuls arbeitet und ein Moralist, wie er sich in der Figur von Kapitän Freytag zeigt. Als didaktisches Prinzip stehen sich Ordnung (Kapitän Freytag) und Unordnung (Dr. Caspary) gegenüber und der oft verwandte Vater-Sohn-Konflikt. Mit dieser Erzählung werden ausländische Verlage auf Lenz aufmerksam. 1960 sendet der NDR das einstündige Hörspiel „Zeit der Schuldigen“, das zufälligerweise von Rudolf Bartsch vom Verlag Kiepenheuer & Witsch gehört wird und er gibt Lenz den Rat, das Stück auf die Bühne zu bringen, damit beginnt seine Periode als Dramatiker.

Es wird Lenz immer vorgehalten, dass er Schwierigkeiten hat, individuelle Charaktere in seinen Werken einzuarbeiten.

1965 stellt er die ersten zwölf Seiten seines neuen Romans „Die Deutschstunde“ auf Einladung von Hans Werner Richter in der Gruppe 47 vor. Wie bei vielen Romanen, in denen die Hauptperson im Nachhinein in einer Zelle das Leben nacherzählt, erinnert sich Siggi Jepsen in der Jugendarrestanstalt an eine Deutschstunde, in der er einen Aufsatz über die Freuden der Pflicht schreiben soll, aber nichts zustande bringt. Dies will er jetzt nachholen, als eine Geschichte seines Vaters, der als Polizist in Rugbüll arbeitet, dem Maler Max Ludwig Nansen das Malverbot überbringt und dessen Einhaltung kontrolliert. Es wird so das literarische Schicksal des Malers Emil Nolde literarisch transferiert. Im Mittelpunkt des Romans stehen als Zentralthema der Konflikt zwischen Macht und Kunst und der Missbrauch des Pflichtbegriffs. Bei der Namensauswahl des Künstlers greift er auf den Vornamen des Künstlers Max Beckmann und Ernst Ludwig Kirchner zurück. Für Lenz ist die Namenswahl damit die Möglichkeit, den verfolgten Künstlertyp in der Zeit des Nationalsozialismus zu symbolisieren. Macht gegen Kunst, lautet der Grundkonflikt des Romans und er löst damit das bisherige Grundschema Gut gegen Böse ab. Ole Jepsen ist nicht nur böse und Max Ludwig Nansen nicht nur gut. Jepsen ist der Typ, der als Befehlsempfänger des NS-Regimes immer wieder auftaucht, aber an dem Arbeitsplatz keinen solch großen Schaden anrichten kann und Nansen wirkt überheblich, arrogant und verachtet das NS-Regime, weil es seine Kunst missachtet. Mit diesem Roman ist Lenz ein Star geworden, der weltweit Beachtung findet. Unter Peter Beauvais wird dann der Film zu diesem Roman gedreht. Bereits in den letzten Arbeitstagen zur Deutschstunde beginnt er bereits mit einem neuen Roman „Vorbild“. Der Briefwechsel mit Uwe Johnson, der ein „sauberes“ Lesebuch für den amerikanischen Schüler zusammenstellt, kann der Anlass dazu gewesen sein. Der pensionierte Rektor Valentin Pundt, die intellektuelle Lektorin Rita Süßfeldt und der fortschrittliche Studienrat Janpeter Heller treffen sich, um ein neues Lesebuch zu produzieren. Dafür suchen sie Vorbilder. Es wird die Frage diskutiert, ob Jugendliche Vorbilder benötigen, nach denen sie sich richten und welche Voraussetzungen ein Vorbild erfüllen muss. Nach dem Polen-Besuch 1970 beginnt Lenz mit seinem Roman „Heimatmuseum“. Diesmal ist es keine Jugendstrafanstalt, aus der Jepsen berichtet, sondern ein Krankenhaus und der masurische Teppichwebmeister Zymunt Rogalla berichtet bei fünfzehn Krankenbesuchen, wie er in Lucknow ein Museum gründet, dessen Bestände er nach Schleswig-Holstein am Kriegsende rettet und in Brand steckt, als fanatische Vertriebenenfunktionäre Besitz vom Heimatmuseum ergreifen wollen. Für Lenz ist es sein Lieblingsbuch, weil viele biografischen Details von ihm verarbeitet sind. Auch hier bietet er wie in den anderen Werken keine Lösungen an. Er bringt Ideen, die er nach Unterzeichnung des Warschauer Vertrags so auch schon geäußert hat, als er sagt: „Schon sind Zehntausende von Polen in Masuren geboren, Menschen, die dieses Land nun als ihre Heimat ansehen […], sollte ihnen denn nach gewaltsamer Rückkehr die Heimat abgesprochen werden?“ Viele der Vertriebenen haben ihm diese Haltung noch immer nicht verziehen. In diesem Werk hat Lenz die Vater-Sohn-Problematik variiert, der Vater des Erzählers ist ein Quacksalber, dessen Wagen mit Zaubersäften explodiert, vor den Augen des kleinen Zygmunt. Der Roman kommt in der Bestsellerliste hinter Simmels „Hurra, wir leben noch“, Loriots Wim & Wendelin und Martin Walsers „Ein fliehendes Pferd“ auf Platz 4.

In der „Deutschstunde“ und im „Heimatmuseum“ stehen einfache Menschen im Mittelpunkt, also muss sich auch die verwandte Sprache diesem Niveau anpassen und ein Philosophieren, das Lenz sehr gerne macht, muss unterbleiben, es entspricht weder Jepsen noch Rogalla. Das Philosophieren hebt er sich auf für zwei Sendungen von Radio Bremen, in denen er mit dem Philosophen Leszek Kolakowski und dem Schriftsteller Manès Sperber diskutiert. 1980 schreibt er einen Liebesroman mit dem Titel „Der Verlust“. Thema ist der Sprachverlust beim Fremdenführer Uli Martens nach einem Schlaganfall. Seine Freundin Nora, eine Bibliothekarin, schafft es psychisch nicht, ihn im Krankenhaus zu besuchen. Erst nach vielen Umwegen gewinnt sie Kraft und Persönlichkeit dazu.

Das wichtigste Werkzeug des Schriftstellers ist nach Lenz die Fantasie. Fantasie und Realität sieht er als Einheit an

In seiner Novelle „Das Kriegsende“ greift er die Thematik der Meuterei auf. Ein deutsches Minensuchboot läuft aus, aber die Mannschaft erfährt von der Teilkapitulation Deutschlands, deshalb verlangt sie von ihrem Kapitän das Abbrechen des Unternehmens. Die Meuterei wird entdeckt, ein Schnellboot stoppt die Fahrt und ein Kriegsgericht vollstreckt zwei Todesurteile. Wie in der Novelle „Das Feuerschiff“ zeigt er die Entscheidungsnot von Menschen in einer Extremsituation. Nachdem Lenz sich in das Weberhandwerk und die Pädagogik eingearbeitet hat, steht jetzt die Botanik im Vordergrund für den Roman „Exerzierplatz“, der 1985 erscheint. Der behinderte Bruno wäre beinahe ertrunken und wird von Konrad Zeller gerettet. Er schließt sich dieser Familie an, die auf einem ehemaligen Exerzierplatz eine Baumschule errichtet, aber die Bundeswehr will den verloren gegangenen Übungsplatz wiederhaben. In diesem Buch wird der Wiederaufbau beschrieben und der Aufstieg und Verfall einer Familie, aber sozial tiefer angesiedelt als in den „Buddenbrooks“.
Für Lenz ist der Thomas-Mann-Preis die wichtigste Auszeichnung, die er im Jahre 1985 erhalten hat. Reich-Ranicki hält die Festrede und bezeichnet ihn als einen „gütigen Zweifler“
.
Die Erzählungen sind für Lenz immer Pausenfüller zwischen den Romanen. In den neueren Romanen „Die Klangprobe“, „Die Auflehnung“ und „Arnes Nachlass“ steht die Pflicht nicht mehr im Mittelpunkt. Im Roman „Die Auflehnung“ geht es um eine Teichanlage und geschützte Kormorane. Verwicklungen entstehen erst, als Frank Wittmann zu seinem alten Karabiner greift und diese Fischräuber abschießt. Im zweiten Handlungsstrang steht im Mittelpunkt der 32 Jahre alte Teeverkoster Willy, der eines Tages seinen Geschmackssinn verliert. Aber das Buch erhält erhebliche Kritik. In „Arnes Nachlass“ erscheint ein interessanter Ich-Erzähler nur im inneren Monolog von Hans, denn die Hauptperson ist bereit tot und über den Nachlass offenbart sich die Lebensgeschichte als eine Suche nach Liebe und Freundschaft.
Zwischen Helmut Schmidt und Siegfried Lenz gibt es eine langjährige Freundschaft, ebenso mit Marcel Reich-Ranicki, den er 1957 vor dem Werktor des NDR freundlich empfangen hat. Öffentlich hat sich Lenz nie anmerken lassen, wie gnadenlos Reich-Ranicki seine Schwächen offenbarte, z. B. Lenz habe eine fatale Neigung zur pathetischen Geste, zum Melodramatischen und zum Moralisieren. Außerdem fehle es ihm an Menschenkenntnis und an der Gabe, „subtilere psychische Reaktionen nachzuempfinden“, was sich vor allem an seinen weiblichen Figuren erkennen lasse. Erstaunlich klein ist wirklich die Gruppe der Frauenfiguren, die sich nur in Jung und Alt einteilen lässt. Sein Roman „Fundbüro“ wird in der F.A.Z. vorabgedruckt.
Nach Auffassung von Lenz entsteht jedes Buch zweimal, einmal als Produktion vom Autor und als Interpretation durch den Leser. Warum seine lange Beziehung zum Verlag Hoffmann & Campe erfolgreich bestehen kann, erklärt Lenz damit, dass er ein Virtuose der Nachsicht sei.

 

2 Inhalt der Erzählung
2.1 Zusammenfassung:

Seit neun Jahren nach dem Krieg hält ein Feuerschiff Wache. Feuerschiffe können als eine Art Ersatz für Leuchttürme angesehen werden. Sie liegen beständig vor Anker und helfen anderen Schiffen, ihren Weg zu finden.

Nun steht dieses Feuerschiff kurz vor dem Einzug, das heißt dem Losmachen von

seiner jahrelangen festen Position und der Rückkehr in den Hafen. Die Besatzung bei dieser letzten Wache ist überschaubar. Kapitän Freytag führt das Kommando, er hat seinen Sohn Fred

dabei, der mit einer Quecksilbervergiftung im Krankenhaus lag. Zwischen den beiden herrscht ein angespanntes Verhältnis, das noch genährt wird durch eine alte Geschichte, von der der Junge weiß und die ihn belastet.


Zur Mannschaft gehören: Gombert mit der Krähe Edith von Laboe, der Funker Philippi, Zumpe (im

Ausguck), Rethorn der Steuermann, Soltow der Maschinist und Trittel der Koch. Fred entdeckt an Bord plötzlich ein Boot, das auf dem Meer treibt.

Wie sich herausstellt, ist es manövrierunfähig. Das Feuerschiff

nimmt die drei sich darin befindenden Männer an Bord. Sie stellen sich als Dr. Caspary und die

Brüder Edgar und Eugen Kuhl vor. Der Kapitän teilt ihnen mit, dass sie frühestens in vier Tagen

ein Boot nach Kiel, Flensburg oder zu den Inseln bringen könne. Bald stellt sich heraus, dass es

sich um flüchtige und schwer bewaffnete Gangster handelt. Sie fordern den Kapitän auf, ihnen das

Rettungsboot zu übergeben, verlangen anschließend, dass das Feuerschiff losgemacht wird, nachdem das Rettungsboot manipuliert wurde.

Der Kapitän weigert sich. Einige von der Mannschaft wollen die drei Kriminellen

nachts zusammenschlagen, Freytag verhindert das. Als plötzlicher Gewaltakt wird Gomberts Krähe Edith von Eugen mutwillig getötet. Die Gewalt an Bord nimmt ihren weiteren Verlauf.

Gombert gelingt es, Caspary zu fesseln; Eddie erschießt Zumpe und Koch Trittel ersticht Eugen im

Affekt, Eddie schießt am nächsten Tag eine Wassermine mit seiner Maschinenpistole ab, die auf

das Schiff zutreibt, sie detoniert und richtet so keinen weiteren Schaden mehr an. Eddie hat bisher noch nichts vom Tod seines Bruders Eugen erfahren.

Dr. Caspary bietet Freytag 30.000 Mark als Bestechungsgeld an, wenn er ihn mit dem Feuerschiff an die Küste bringt.

Er sagt zu ihm: „... unsere Nähe ergibt sich nicht aus dem, worin wir übereinstimmen, sondern aus

der Vollkommenheit, mit der wir uns in jeder Hinsicht widersprechen.“ Philippi hat inzwischen heimlich die Hafenpolizei benachrichtigen können. Schließlich ist die gesamte Mannschaft mit den zwei Gangstern am Ankerspill versammelt. Dr. Caspary will den Anker lichten. Keiner der Männer reagiert auf den Befehl des Kapitäns, an ihre Plätze zurückzukehren – es bahnt sich eine Meuterei an. Als Freytag Rethorn zwingen will, den Anker nicht zu lichten, schießt Eddie auf ihn,

Aus unkontrollierter Wut heraus erschlägt Fred Eddie wenige Sekunden danach mit seinem Marlspieker und die Mannschaftsmitglieder überwältigen jetzt, wie aus einem bösen Traum befreit, Dr. Caspary.  Jetzt nähert sich das Boot der Wasserschutzpolizei, das direkt auf das Feuerschiff zukommt. Freytag, vermutlich tödlich getroffen, fragt seinen Sohn, ob sie fahren. Dieser verneint und sagt, es sei alles in Ordnung.


 

Lektürekommentar von Karin Pohle

Siegfried Lenz: Das Feuerschiff – Ernst Klett Verlag GmbH – Lektürekommentar

 

 

2.3 Klärung der Fachbegriffe

 

1. wandernde Sandbank (S. 3)
Eine Sandbank entsteht durch die Ablagerung von Sand oder Kies am Grund von Meeren und Flssen, gebildet durch die Tide und Str￶mung. Es entsteht ein „freier Strandwall“, wenn sich eine vorgelagerte Sandbank über den Meeresspiegel hinaus erhöht. Ein gutes Beispiel für einen freien Strandwall in Deutschland ist die Sandbank des Nordseebades Sankt Peter-Ording. Sandbänke können durch Strömungseinfluss wandern und daher eine Gefahr für die Schifffahrt darstellen. Ein Beispiel für eine „wandernde“ Sandbank ist Blauort vor der Küste Bsums, ein anderes ist der Noorderhaaks vor Den Helder in den Niederlanden.

2. Minenzwangsweg

Die von Minen geräumte Furt, die für Schiffe noch offen bleibt.


3. schwarzer Ball im Signalmast

Bei Sturm werden schwarze Bälle tagsüber am Signalmast aufgezogen.

4. Grundnetz

Man sieht viele Pfähle für Grundnetze in der Bucht, ein deutliches Zeichen für die Fischerei. Wenn die Netze gesetzt sind, muss man die festgesetzten Regeln beachten, d.h. der Mindestabstand beträgt 75 m bei allen feststehenden Geräten. Diese Regeln gelten auch beim Angeln in der Nähe von Aalreusen und anderen Netzen.

5. dümpeln S. 4

 Auf dem Wasser schwimmend in leichter Bewegung sein, nicht von der Stelle kommen.

6. Bügelstemmeisen
Werkzeug zum Herausziehen der Nägel.

7. Levante (Lumpenlienie) S. 6

Als Levante (ital. für „Sonnenaufgang“, steht allegorisch für den „Osten“ und das „Morgenland“) bezeichnet man im weiteren Sinne die Länder des östlichen Mittelmeeres, folglich alle Länder, die östlich von Italien liegen, besonders die griechische Halbinsel und die griechischen Inseln, die mediterranen Küstengebiete der Trkei, Zypern, des Libanon, Pal¦stina, das historische Syrien und ᅣgypten. Im engeren Sinn umfasst die geografische Bezeichnung Levante Küsten und Hinterland der Anrainerstaaten der levantinischen Küste, also der östlichsten Küste des Mittelmeeres, nämlich die heutigen Staaten Syrien, Libanon, Israel, Jordanien sowie die pal¦stinensischen Autonomiegebiete.

 

8. Deck
Deck
(Schiffsdeck) bezeichnet im Sinn von „Abdeckung“ zunächst den oberen horizontalen Abschluss des Schiffsrumpfs (Hauptdeck, auch Oberdeck), in der Folge aber auch Zwischenböden: Zwischendeck, Maschinendeck u. a. liegen unterhalb, das Bootsdeck, das Promenadendeck und andere Aufbautendecks oberhalb des Hauptdecks.

9. Ausguck S. 7

Krähennest

Der Begriff Krähennest bezeichnet in der Seemannssprache die zu einem Mastkorb umgebaute Plattform (Mars) am Masttopp (Mastspitze).

Gebräuchlich für einen hochgelegenen Beobachtungspunkt ist auch der Name Ausguck.
Während der frühen Segelschifffahrtszeit war das Krähennest der (unbeliebte) Platz für die Seeleute, die als Ausguckposten die Sichtung anderer Schiffe oder von Land an die Schiffsführung zu melden hatten. Die Höhe des Ausgucks entscheidet über die Sichtweite; bei einem Standort von 2 m über der Wasseroberfläche überschaut man einen Bereich von ca. 5 km, bei 10 m erweitert sich der Radius auf ca. 12 km, bei 15 m auf 15 km.

10. Wracktonne S. 9

Grüngestrichene Boje, meistens Leuchtboje zeigt ein Wrack an, das ein Schifffahrtshindernis darstellt. Nach dem Betonnungssystem "A" (1977) gibt es keine spezielle Wracktonne mehr.

11. Spieren
Als Spiere wird in der Seemannssprache jede Art Rundholz mit Ausnahme des Schiffsmastes bezeichnet.

Auf modernen Segelschiffen oder Segelyachten bestehen Spieren aus Aluminium oder aus CFK (Karbon).

Das Ende einer Spiere wird als Nock bezeichnet.

12. Fallreep S. 10
Gangways sind in der Schifffahrt fest verbundene Bestandteile des Schiffes und können aus dem Schiff eventuell auch hydraulisch herausgeschoben oder vom Deck herabgelassen werden Sie können auch ein separates, einer Brcke ähnliches Bauteil sein. Auf alten Segelschiffen war der Handlauf der Gangway meist ein aufwändig verziertes Tau. Eine Gangway wird manchmal auch  als Stelling, Fallreep, Landgang oder Passerelle bezeichnet.

13. Ruderpinne
Mit dem Ruderkopf verbundener einarmiger Hebel, an dessen Ende der Ruderg¦nger zum Ruderlegen direkt mit der Hand oder über einen zusätzlichen Pinnenausleger arbeitet.
 

14. Kielwasser

Kielwasser ist die Bezeichnung für eine Verwirbelung des Wassers, die durch ein Schiff erzeugt wird.

Diese Verwirbelung entsteht durch:

  • Verwirbelung der Wasserteilchen zwischen stehendem Wasser und Schiffsrumpf
  • dem Antrieb eines motorisierten Schiffs, der das Wasser aufwühlt (Reibungsmitstrom)

15. Fallmesser S. 14
Fallmesser
gehören zu den Messern, bei denen die im Messergriff verborgene Klinge durch Schwerkraft oder Schleuderbewegung aus dem Griff fällt ...
 
16. Faaborg
Fåborg
(auch Faaborg; dt: Foburg) ist eine d¦nische Kleinstadt mit 7217 Einwohnern (Stand 1. Januar 2010[1]) im Süden von Fnen. Die Hafenstadt an der d¦nischen Sdsee ist Ausgangspunkt für F¦hren zu den Inseln ᅥr￸, Avernak￸ und Ly￸. Von 1965 bis zum 30. Juni 1999 gab es eine Fährlinie nach Gelting in Schleswig-Holstein.

17. gefirnisste Tür
Mit Firnis bezeichnet man einen klaren Schutzanstrich, wobei der Begriff je nach Verwendungsart und Epoche eine leicht unterschiedliche Bedeutung hat: in der Anstrichtechnik bezeichnet umfasst dieser Begriff das Anstrich- und Bindemittel Lein￶lfirnis, während man darunter in der Malerei und Gemälderestaurierung einen transparenten Überzug zum Schutz von Gem¦lden, insbesondere ᅱlbildern, versteht.

18. die Messe S. 19

Messe, Speise- und Aufenthaltsraum der Schiffsbesatzung auf einem Schiff. Der Begriff leitet sich aus dem engl. "mess" bzw. frz.: "mets" (= Gericht, Speise) ab. Meist wird unterschieden zwischen Offiziersmesse (für Offiziere u. Unteroffiziere des Schiffs) und Mannschaftsmesse (für die übrige Besatzung).

19. Joppe S. 30,

Eine andere Bezeichnung für eine Jacke (auch: Juppe).

 

20. der Dorsch S. 30

Die Dorsche (Gadidae) gehören zur Familie der Knochenfische und zur Ordnung der Dorschartigen (Gadiformes). Zu ihnen zählen viele wichtigen Speisefische.

Allgemeine Kennzeichen: Drei Rckenflossen oder eine kurze und eine lange Flosse. Erste Rückenflosse beginnt hinter dem Kopf, keine Flossenstacheln, zwei oder eine lange Afterflosse.

21. Wanten S. 33

Als Wanten (3) werden jene (Draht-)Seile bezeichnet, die den Mast zu beiden Schiffsseiten hin verspannen. Kleine Boote haben nur ein Wantenpaar. Größere Schiffe besitzen mehrere Wantenpaare. Je nach Angriffspunkt am Mast werden sie als Topp-, Ober- und Unterwanten bezeichnet. Zwischen den Wanten sind oft Webleinen gespannt, die dem Besteigen des Mastes dienen.

22. Spanten S. 34

Der Ausdruck Spant (wahlweise der Spant oder das Spant) stammt ursprünglich aus dem Schiffbau. Er bezeichnet ein tragendes Bauteil zur Verstärkung des Rumpfes bei Booten, Schiffen, starren Luftschiffen, Flugzeugen und anderen Fahrzeugen. Die Spanten sind zugleich Träger der Beplankung.

23. Blinkstrahl der Kennung S. 34

Als Kennung eines Leuchtfeuers bezeichnet man die Eigenschaften, die in der Nacht dessen Identifizierung ermöglichen. Zu ihr gehören

  • die Taktung, die charakteristische Abfolge von Hell- und Dunkelintervallen,
  • deren Wiederkehr, die Dauer zwischen dem Anfang eines Taktungsmusters und dem Anfang des darauf folgenden identischen, sowie
  • die Farbe des Feuers.
  • 24. Hornfisch S. 35
  • Er wird von den Einheimischen auch Maifisch genannt. In seinem Äußeren unterscheidet sich dieser Fisch wesentlich von den in der Ostsee bekannten Arten. Er ist hechtähnlich gestreckt, das Maul schnabelartig, sein Rücken blaugrün, der Bauch silbern. Er lebt im Mittelmeer und im Atlantik und kommt nur Anfang Mai in die Ostsee, um hier zu laichen. In dieser Zeit wird er in großen Mengen in Heringsreusen gefangen. Auch mit dem Blinker wird ihm nachgestellt. Er ist ein wohlschmeckender Fisch mit hohem Phosphorgehalt, der jedoch wegen seiner grünen Gräten im Binnenland weniger gegessen wird. 


    25. Backbord, Steuerbord

    Backbord bezeichnet, vom Heck (der hintere Teil des Schiffs) zum Bug (in Fahrtrichtung betrachtet), die linke Seite eines Wasser-, Luft- oder Raumfahrzeugs. Die rechte Seite wird mit Steuerbord bezeichnet.

    Die Herkunft des Wortes Backbord ist (anders als im Fall von Steuerbord) nicht eindeutig geklärt. Der Begriff könnte für den Rücken (engl. back) des früher unsymmetrisch auf der rechten Seite stehenden Steuermannes ausgewählt worden sein, möglicherweise bezeichnet das Wort Back aber auch einen Tisch oder eine Sitzkiste, die sich hier befanden (und eben nicht rechts, da dort der Steuermann seinen Platz hatte).

    26. die Brücke S. 38
    Kommandobrücke
    , auch einfach Brücke (engl. bridge) genannt, bezeichnet das Deck auf einem Seeschiff, auf dem die Seewache gegangen wird. Traditionell im 4-Stunden-Wechsel wird das Schiff von hier aus vom nautischen Offizier geführt. Der Begriff „Brücke“ kommt aus der Zeit der Raddampfer, als zwischen den beiden Radkästen ein Steg, eben eine Brücke, gebaut wurde, auf der der Schiffsführer stand.

    Strenggenommen ist die Brücke das gesamte Brckendeck und der geschlossene Teil ist das Ruderhaus. Im Sprachgebrauch wird jedoch meist der geschlossene Teil als Brücke bezeichnet. Dieser soll dem wachhabenden Offizier, Kommandanten usw. einen günstigen und vor Seewasser möglichst geschützten freien Standpunkt zum Manövrieren bieten. Eine Verbindung zu Aufbauten auf anderen Teilen des Schiffes wird auch Laufbrcke genannt.

    27. Logbuch S. 38

    Ein Logbuch (abgeleitet von Log, auch Logge; engl. log = Holzklotz) ist eine in der Seefahrt übliche Form der Aufzeichnung täglicher Ereignisse und Vorgänge ähnlich einem Tagebuch oder Protokoll.

     

    28. Periskop S. 40

    Das Periskop (v. griech. peri, „um, herum“ und skopéin, „beobachten“, „(aus)spähen“) oder Sehrohr, vereinfacht auch Wallgucker, ist ein optisches Instrument zum Beobachten aus einer Deckung heraus.

    29. Seemeilen S. 40
    1 sm = 1852,216 m

    30. Nachtglas S. 42
    Als Nachtglas gilt das Fernglas mit der Sehschärfe 8x56
     

    31. Luke S. 42

    Der Ausdruck Luke (auch Luk) (mittelniederdeutsch, altsächsisch für lukan „schließen“) bezeichnet eine meist durch eine Klappe verschließbare Öffnung in Böden, Wänden oder Dächern. Daneben Luk (seemännisch) für „Öffnung im Deck oder in der Schiffswand“.

    32. Vorleine S. 43

    Auch Festmacher. Zum Festmachen des Schiffes benötigt man Leinen, die da hei￟en: Vorleine, Vorspring, vordere Querleine, Achterspring, achtere Querleine, Achterleine

    33. Reling 45

    In der Schifffahrt bezeichnet die Reling ein Gel¦nder um ein freiliegendes Deck oder um Decksöffnungen. Fallreep bezeichnet eine Treppe, um an oder von Bord zu gehen.

    34. Blesshuhn S. 47

    Das Blässhuhn (Fulica atra) stammt aus der Familie der Rallen. Es wird auch Blässralle genannt und auch die alte Schreibweise mit e (Blesshuhn, Blessralle) ist noch häufig anzutreffen. Regionale Namen sind Wasserhuhn, Rohrhuhn, Duckente, Huhent, Belche, Blesse, Bölle, Böichn, Hurbel, Lietze, Zappe und Taucherli (Schweiz).

    35. einfacher Nelson

    Genickhebel beim Ringen

    35. Marlspieker S. 64

    Der Marlspieker oder Marlpfriem ist ein eiserner Dorn mit einem Knauf am dickeren Ende und ein traditionelles Werkzeug des Taklers (Bearbeiter von Tauwerk für maritimen Einsatz). Er wird in verschiedenen Größen gefertigt. Die am meisten verwendete Länge liegt bei ca. 30 cm.

    36. Brückennock

    Auf den meisten Schiffen ist an Backbord und Steuerbord vom Ruderhaus ein offenes Deck, das über den Aufbau hinaus bis an die maximale Breite des Schiffes ragt. Diese Nock dient zur Erlangung eines besseren Überblickes, z. B. bei Hafenmanövern, weshalb auch in neuerer Zeit an den äußeren Enden ein Fahrstand, d. h. ein Tableau mit den wichtigsten Bedienelementen, eingebaut ist. Hier steht auch der Ausguck. Bei Schiffen, die viel in nördlichen Gewässern fahren, ist die Nock ein integrierter Teil der Brcke, ist also nicht mehr offen.

    37. Achterschiff S. 64

    Achtern ist alles, was auf einem Wasserfahrzeug achterlicher als querab liegt (hinter der Mitte; vorn ist der Bug, hinten das Heck) – das Achterschiff.

    38. Kombüse S. 74

    Unter Kombüse versteht man heute allgemein die Kche auf einem Schiff. Das Wort Kombüse wird auf Mittelniederländisch Kabuyse oder Kabuys zurückgeführt und erscheint im 15. Jahrhundert im Mittelniederdeutschen als Kabuse (siehe auch Kabuff): Damals bedeutete es so viel wie Bretterverschlag als Küchenraum an Bord, auch kleines, niedriges Deckshaus für die Küche.

    39. Stoßfender S. 80

    Praktischer Fender in Weiß oder Blau zum Schutz vor Beschädigungen am Bug oder Heck. Durch die Form und die Bohrungen vielseitig anwendbar.

    40. Tümmler S. 83

    Der Große Tümmler (Tursiops truncatus) gehört zu den in allen Ozeanen Delfinen. Es ist diese Art, die in Delfinarien vorgeführt wird und durch die Serie „Flipper“ bekannt wurde. Dadurch ist der Große Tümmler der bekannteste aller Delfine geworden. Obwohl in europäischen Gewässern eher der gemeine Delfin vorkommt, prägt auch in Europa der Tümmler das Bild, das sich Menschen von einem Delfin machen.

    Der Große Tümmler ist in allen drei Ozeanen beheimatet, lebt aber auch im Mittelmeer und wird immer häufiger in der Nordsee gesichtet, obwohl er in der Regel nur in tropischen Breiten zu finden ist.

    41. schwojte S. 86

    Schwojte in der Strömung, in der Seemannssprache: bei Schiffen, die vor Anker liegen, dreht sich (schwojt) das Schiff um den Anker.

    42. Bugspriet

    Der (regional auch das) Bugspriet ist eine fest mit dem Schiff verbundene, über den Vorsteven bzw. das Galion hinausragende starke Spiere, die das Vorstag zum Abstützen des Fockmastes trägt.
    (Bild s. unten)

    43. Küstenschoner S. 96

    Ein Schoner, auch Schooner oder Schuner, ist ursprünglich ein Segelschiff mit zwei Masten, dessen vorderer Mast kleiner oder gleich groß als der hintere (achtere) Mast ist. Später wurden auch Schiffe mit mehr als zwei Masten als Schoner bezeichnet (z. B. Dreimastschoner Amphitrite); vor allem in den Vereinigten Staaten baute man im späten 19. und im frühen 20. Jahrhundert mehrmastige Schoner.


    44. Wasserminen S. 97

     

    Seeminen sind Sprengladungen, die im Wasser gegen Schiffe und U-Boote eingesetzt werden. Der Oberbegriff für das im Minenkrieg verwandte Material lautet "Sperrwaffen".

    Herkömmliche Berührungszündersysteme bestehen aus einem elektrischen Zündmechanismus und mehreren Berührungssensoren in Form so genannter Zündhörner. Diese Hörner setzen sich aus einem außen am Minengefäß abstehenden Rohr, in dem sich ein mit Säure gefülltes Glasröhrchen befindet, zusammen. Wird das Rohr durch eine heftige Berührung verbogen, so bricht das Glasröhrchen und die Säure fließt in ein trockenes Galvanisches Element, das wiederum den Strom für den Zündmechanismus erzeugt. Dieses Zündsystem bietet den Vorteil, dass es extrem lange einsatzfähig bleibt. Kontaktzündsysteme, bei denen die Zündhörner lediglich Kontakte darstellen und die Zündenergie durch eine eingebaute Batterie zur Verfügung gestellt wird, sind von der Kapazität der Batterie abhängig und verlieren eher ihre Einsatzbereitschaft.

    45. Dorsche S. 102
    Die Dorsche (Gadidae) gehören zur Familie der Knochenfische

    46. Zockler S. 102

    • In den meisten Gerätekatalogen sucht man den Zocker oder Tunkfisch vergebens und auch in der Fachliteratur fristet dieser Köder ein stiefmütterliches Dasein. Er wird höchstens als Bodensee-Zocker geführt.
      Dabei ist das Barschzoken heute weit verbreitet und richtig eingesetzt ist der Zocker ein äußerst erfolgreicher Barschköder. Der Zocker ist praktisch ein Minipilker, er wird auch pilkartig geführt.

    47. Ankerspill S. 109

     

    Das Spill (auch Spille, abgeleitet von Spindel) ist eine drehbare Vorrichtung zum Einholen von Trossen oder der Ankerkette (Ankerspill), oder zum Heben schwerer Lasten.


    48. Vorschiff S. 110
    Als Vorschiff bezeichnet man den gesamten vorderen, sich meist verjüngenden Teil eines Schiffes. Dazu gehören sowohl das Deck als auch die unter Deck liegenden Schiffsräume.

     

    2.4 Aufgaben der Feuerschiffe
     

    Kurt Gerdau: Elbe 1. Feuerschiff der Stürme

     

    1805 wurde das erste Signalschiff (Seestern) als Vorgänger von Elbe 1 in Dienst gestellt.

    Gründe für diese Einrichtung und Schwierigkeiten:

    1. Standort
    An flachen Meeresküsten, in Strommündungen und in tiefem Wasser, wo nächtliche Schifffahrt gefährdet ist und Leuchttürme sich nur schwer errichten lassen, werden Leuchtschiffe vorgesehen. Da die Engländer bereits 1731 in der Themse-Mündung Leuchtschiffe ausgelegt haben, kommt die wichtige Technik von England nach Deutschland.


    2. Schwierigkeiten:
    Durch Orkane konnte die Ankerkette reißen, so dass das Signalschiff seinen vorgesehenen Platz verlassen musste. Außerdem konnten Schiffe das Signalschiff rammen und zum Kentern bringen. Am 16. Mai 1962 rammte der französische 21000-Tonnen-Tanker „Isanda“ das Feuerschiff „Bürgermeister O´swald“ bei der Übernahme des Lotsen.

    Das Signalschiff „Seestern“ ist Weihnachten 1824 mit der gesamten Mannschaft untergegangen. 1837 haben die Lotsen auf dem Signalschiff „Jacob Hinrich“ den Kapitän, aufgrund der ständigen Orkane, genötigt, die Ankerketten zu kappen und nach Cuxhaven zu fahren. Der Lotsenkommandeur lässt daraufhin die gesamte Mannschaft einsperren und wegen Hochverrats anzeigen. Im Nebel rammte der Frachter „Rio Caracarana“ 1970 das Feuerschiff „Bürgermeister O´swald“, so dass die Mannschaft in Rettungsbooten zu einem Lotsenversetzdampfer gebracht werden muss.

    3. Das Leuchtfeuer

    Der Laternenraum befindet sich 15 m über der Wasserlinie, hat einen Durchmesser von 2 m und eine Verglasungshöhe von 1,75 m. Das Leuchtfeuer kreist kardianisch in Kugellagern, damit Schiffbewegungen ausgeglichen werden können. Als Lichtquelle dient eine Osram-Scheinwerferglühlampe mit 2000 Watt Stromverbrauch, die 23 Seemeilen weit bei guter Sicht zu sehen ist. Die Kennung ist eine Gleichtaktkennung und zwar 5 Sekunden Schein, 5 Sekunden Pause, Wiederkehr nach 10 Sekunden.

     Die eigentliche Aufgabe des Feuerschiffes war die Kennzeichnung seines Ortes,

    am Tage durch seine Anwesenheit auf der Position, auf der es ein besonderes Körperzeichen

    zeigte (auf ,,Borkumriff" war dies ein schwarzes Stundenglas) bei Nacht mit dem Licht seiner großen Laterne, bei Sturm und Nebel mittels Funkfeuer, Radarantwortbake und Nebelhorn.


    4. Funkverkehrseinrichtung

    Für den Funkverkehr wird ein Röhrensender (Telefunken) mit einem Wellenbereich von 100 bis 800 m ausgestattet und als Empfänger dient ein Allwellen-Empfänger. Zusätzlich hat das Feuerschiff noch einen vom Verkehrssender unabhängigen, auf 1,15 kW abgestimmten Tonfunksender als Notsender.
     

    Für den Dienst bei Nebel hat das Schiff einen elektrisch betriebenen Luftschall- und Wasserschallsender, der durch einen Kennungsgeber gesteuert wird.


    5. Anker und Ankerketten:
    Das Feuerschiff liegt auf Station an einer 250 m langen Kette vor einem 3 t schweren Pilzanker. Das Hochziehen der Ankerkette (Slippen) wird von der Brücke über eine dort befindliche Handkurbel in 5 Sekunden durchgeführt.

     

    6. Stabilität des Feuerschiffs:
    Mit wassergefüllten Seiten- und Mitteltanks kann das Schiff bei schwerer See sich schneller aufrichten. Diese Tanks stehen miteinander in Verbindung und das Tankwasser wirkt als Ballast.

    7. Unterkünfte:
    Aufgrund der Geräumigkeit des Schiffes können alle 18 Besatzungsmitglieder in entsprechenden Kammern untergebracht werden, so dass auch bei Schichtwechsel jeder seine Koje und seinen Spind behält. Die beiden Messen befinden sich im Mitteldeckshaus.

     

    8. Besatzung:
    Kapitän, Maschinist, zwei Funker, zwei Motorenwärter, Koch, 11 Matrosen

     

    9. Aufgaben:

    Neben der Wartung des Schiffes und seinen leuchtfeuertechnischen Einrichtungen gehören das Messen hydrologischer und meteorologischer Werte, im Winter die Durchgabe von Eismeldungen dazu, bei Nichteinhaltung von Fahrregeln das Einleiten von Ordnungswidrigkeitsverfahren, Abwicklung vom Funkverkehr und die Kontrolle von Schiffpositionen. Die Mannschaft macht 14 Tage Dienst, um dann an Land einen vierzehntägigen Urlaub einplanen zu können.
    Jeder hat bestimmte Aufgaben wahrzunehmen und unterliegt der besonderen Wacheinteilung seiner Gruppe. Die Wacheinteilung berücksichtigt bestimmte Tagesdienste - Unterhaltungsarbeiten

    am Schiff, Messungen der Atmosphäre, gewässerkundliche Aufgaben- und über 24 Stunden verteilte Wachdienste.

    Die Freizeitgestaltung unterliegt den schiffstypischen Einschränkungen. Kontakt mit der Außenwelt kann über Funktelefon aufgenommen werden; gelegentlich bringt das Lotsenschiff ein paar Zeitungen; für Holz- und Metallarbeiten an Bord steht geeigneter Raum zur Verfügung. Makrelenangeln, Räuchern und kleine Feiern an Deck bei gutem Wetter gehören zu den ,,Außenaktivitäten“.

     

    Wesentlichen Raum nimmt das Radio und insbesondere das Fernsehen ein, teilweise die Nutzung eines Videorecorders. Hunderte von Buddelschiffen liefen auf dem Feuerschiff

    „Borkum Riff" vom Stapel.

     

    Das Winterhalbjahr schränkt alle Aktivitäten noch mehr ein. Sturm, rauhe Dünung, Regen, Kollisionsgefahr im Nebel, ein nervenzermürbendes Nebelhorn und die körperliche Beanspruchung auf dem dann ständig rollenden und stampfenden Schiff lassen viele ihre Hobbys vergessen.
     

    10. Maschinenanlage:

    Antriebsmaschine: Achtzylinder-Viertakt- Dieselmotor

    zur Lieferung des elektrischen Stroms:

    Betrieb des Luftschall- und Wasserschallsenders und zum Laden der Batterien: 2 Zweizylinder-Viertakt-Bub-Dieselmotoren von je 25 PS

    Betrieb des Leuchtfeuers, Funkfeuer, Kühlanlage und der Raumbeleuchtung:

    2 Zweizylinder-Viertakt-MWM. Dieselmotoren von je 9,5 PS Leistung


    11. Maße eines Feuerschiffs:

    • Länge: 57,30 m
    • Breite: 9,55 m
    • Seitenhöhe: 6,05 m
    • Tiefgang: 4,72 m
    • Vermessung: 641 BRT
    • Verdrängung: 1.000 t

    12. Außerdienststellung

    Am 22. April 1988 ging in der Elbmündung vor Cuxhaven die 172-jährige Geschichte bemannter Feuerschiffe zu Ende. Diese wiesen als "schwimmende Leuchttürme" der internationalen Schifffahrt den sicheren Weg durch die Sandbänke in die Elbmündung oder nach See. Ähnlich wurden deutsche Feuerschiffe auf der Weser, in der Jademündung und der Deutschen Bucht oder in der Ostsee eingesetzt. Für die internationalen Gewässer galt ähnliches.
    Elbe 1 (Bürgermeister O´Swald) wurde abgelöst durch das umbenannte Feuerschiff oder Leuchttürme.

    13. umbenanntes Feuerschiff

     

    Im Jahr 1988 wurde auf dieser Position das 26 Meter lange unbemannte Feuerschiff UFS 2 ausgelegt. Das Schiff war 6,50 Meter breit und hatte einen Tiefgang von 2,70 Metern. Die Feuerhöhe über der Wasserlinie betrug 14 Meter und die Tragweite des Feuers 17 Seemeilen. Ein Drehstromgenerator, angetrieben von zwei Dieselmotoren von jeweils 11 Kilowatt, erzeugte den für die Bordelektrik und -elektronik erforderlichen Strom. Die Treibstoffvorräte von 18 Tonnen machen eine unabhängige Auslegezeit von zwölf Monaten möglich. Das UFS 2 wurde zentral ferngesteuert.

    Das Schiff kenterte in der Orkannacht zum 4. Dezember 1999 bei Weststürmen der Stärke 10, in Böen bis 11 mit schwerer See. Aufgrund der erheblichen Beschädigungen am Schiffskörper und der gesamten Technik wurde von einer Reparatur abgesehen und das UFS 2 ausgemustert. Eine rot-weiße Leuchttonne mit einem Ball-Toppzeichen ersetzt nun das Feuerschiff.

    Mit der Havarie des UFS 2 endete somit zum Jahreswechsel 1999/2000 die über 184-jährige Ära der Feuerschiffe auf der Position Elbe 1 (zuletzt: Position Elbe).

     

     

    3 Textsorte Erzählung
     

    Jede epische Dichtung gehört zur Erzählung im weiteren Sinn. Bei einer Erzählung im engeren Sinn, wie sie Lenz geschrieben hat, handelt es sich um eine nicht ganz klar zu bestimmende Textsorte innerhalb der Literaturgattung Epik. Die Erzählung hat einen natürlichen Erzählkern, der auch mündlich vorgestellt werden kann. Die Erzählphasen werden chronologisch aneinandergereiht und ermöglichen einen Spannungsanstieg. Insgesamt ist die Erzählung seitenzahlmäßig kleiner als der Roman. Während im Roman ein möglichst vollständiges Lebensbild der Figuren literarisch gezeichnet wird, findet sich in der Erzählung ein begrenzter Lebensabschnitt, der durch ein besonderes Ereignis geprägt wird. Vom zeitlichen Ablauf erkennt man oft zwei Teile in der Erzählung, einmal die Rahmenerzählung und eine durch Rückerinnerung ermöglichte Binnenerzählung.

    Aufbau:

    In der Einleitung wird die anschließend für den Leser wichtige Situation vorbereitet (Hinweis auf das Reserve-Feuerschiff, die letzte Wache und die Einladung von Sohn Fred).
     

    Im Hauptteil lassen sich viele Dialoge nachlesen, die Personen und Handlungen vorstellen, gleichzeitig aber auch den Konflikthöhepunkt als Wendepunktereignis vorbereiten (Dialoge von Freytag mit Fred, Caspary, Mannschaftsmitgliedern und Männern des Versorgungsschiffs, von Mannschaftsmitgliedern mit den Verbrechern). Wenn Rückblenden vorgesehen werden, dann sind Briefe oder Rückerinnerungen eines Protagonisten zu lesen.

     

    Im Schluss wird der Konflikt oft novellistisch überraschend gelöst (Standhaftigkeit von Freytag mit anschließender schwerer Verletzung, Tod von Eddie und Gefangennahme von Dr. Caspary).

     

    Arten der Erzählung:
    Erlebnis-, Fantasie- und Nacherzählung


    Erzähler:
    Ich- und Er-, Sie-Erzähler in der Erzählform auktorial, neutral und personal werden als Berichterstatter eingeplant. Als Realisationalternativen  findet man den Erzählerbericht und die Figurenrede als direkte, indirekte, erlebte Rede sowie den inneren Monolog.

    Lenz hat den Er-Erzähler in personaler Erzählform verwandt, die Erzählung wird hauptsächlich aus der Sichtweise von Kapitän Freytag vorgestellt und der Leser muss sich selbst zu einer Bewertung seiner Handlung und der Verhaltensweisen der übrigen Personen durchringen.

    Bei der Kontrolle des Zeitgerüstes findet sich allgemein Zeitdeckung, Zeitdehnung und Zeitraffung in der Erzählung. Dominant lässt sich in der Erzählung die Zeitraffung feststellen, da die Handlungszeit kleiner als die Erzählzeit ist.

     

    4 Aufsatzschwerpunkte
    4.1 Claus Nordbuch: über die Pflicht. Eine Analyse des Werkes von S. Lenz


    1. Für Immanuel Kant begründen sich Pflichten aus den Geboten (Du sollst nicht …). Kategorischer Imperativ: „Handle so, dass die Maxime deines Willens Grundlage einer allgemeinen Gesetzgebung sein könnte.“
     

    2. Für Schiller bedeutet die Pflichtforderung die Unterordnung persönlicher Neigungen unter das Sittengesetz (vgl. S. 31).

    3. Beim lutheranischen Protestantismus bedeutet Pflicht den Gehorsam unter die Obrigkeit (vgl S. 33). Dies gilt auch für die Beamten des 18. Jhds.

     

    4. Siegfried Lenz: Psychologie der Befehlskette. Er bemerkt dazu ironisch. „Hustet ein Oberer, dann wird unten die Grippe ausgerufen. Obrigkeitsgläubigkeit und bedingungslose Pflichterfüllung. Für Lenz ist Pflicht Bestandteil verantwortungsbewussten sittlichen Verhaltens. Eine extrem empfundene Pflichterfüllung lehnt er ab, denn so  unterwirft man sich und führt etwas aus. ohne es zu hinterfragen. Reichswehr, Wehrmacht und Nationale Volksarmee haben diese Überlegungen zur Pflichterfüllung. Bei der Bundeswehr wird das individuelle Gewissen in den Vordergrund gestellt.“

     Lenz verwendet bei seinen Figuren verschiedene Nuancen der Pflichterwartung und Pflichtausübung mit entsprechenden Konsequenzen.

     

    Bei Kapitän Freytag begründet sich die Pflichterwartung über die Rolle als Kapitän eines Reserve-Feuerschiffs, d. h., dass er die Verantwortung für Leib und Leben der Mannschaft trägt und gleichzeitig für die Sicherheit hereinfahrender Schiffe zuständig ist. In einer Binnenhandlung werden auch die früheren Aktivitäten als Kapitän eines Weizenschiffes mitbeurteilt.
     

    Figuren:

     

    1. Figurenkonzeption (kleiner Figurensteckbrief):

    Dr. Caspary
    Intelligent, brutal-verbrecherisch, diese Eigenschaft versteckt unter dem Mantel der Höflichkeit, unternehmerisch, zielstrebig; eher starr angelegt

    Fred
    Starke Beeinflussung durch andere, vorurteilsgeprägt, eineinsichtig, trotzig, flexible Verhaltensform im Zusammenhang mit dem Vater; eher dynamisch

    Kapitän Freytag
    Sachlich, überlegt, pragmatisch, mutig, planend, geduldig, geradlinig, verantwortungsbewusst, fachkompetent, hilfsbereit; eher starr

     

    2. Figurenkonstellation:
    Figuren:
    Dr. Caspary, Eugen und Eddie Kuhn
    Kapitän Freytag, Fred, Trittel, Philippi, Maschinist Soltow, Grombert, Zumpe, Steuermann Rethorn

    gesellschaftliche Funktionen.

    Kapitän Freytag: Schiffsleitung, zuerst Handelsschiff, jetzt Reserve-Feuerschiff

    Sohn Fred: Thermometerbläser in einer Fabrik (Quecksilbervergiftung)
    Dr. Caspary: ausgebildeter Jurist, kleiner Reeder, heimtückischer Verbrecher (Erpresser)

    Steuermann Rethorn: Vertretung des Kapitäns, beeinflussbar, gegen den Kapitän arbeitend (immer tadellose Kleidung)
    Mannschaft: Gombert tierlieb zur dressierten Saatkrähe Edith, Trittel (unüberlegt gewalttätig) Funker Philippi eigenmächtige Information der Direktion über den Vorfall an Bord. Maschinist manipuliert das Boot der Verbrecher.


     Die Vielfältigkeit unterschiedlicher Pflichtauffassung
    die Figur des Kapitäns Freytag
    Aufgabe: Sicherheit zu gewährleisten für andere Schiffe und bei maritimen Gefahren entsprechend zu signalisieren. Er übernimmt die Verantwortung für die Sicherheit an Bord und die Ordnung auf See, somit wird sein Handeln geprägt von Sicherheit, Ordnung und Beständigkeit. Die Mannschaft steht zu ihm in einem dialektischen Wechselverhältnis, d. h., sein Verhalten wird von der Mannschaft gegenüber den Verbrechern als pflichtvergessen und verantwortungslos gesehen und umgekehrt. Seine Kompromisslosigkeit begründet er mit seiner seemännischen Kenntnis und seiner Lebenserfahrung. „Ich will Ruhe haben auf der letzten Wache. Und ich will, dass wir alle heil an Land kommen, wenn das Schiff eingezogen wird. Es soll keiner fehlen beim Einlaufen.“ Der Kapitän verharrt auf seiner Maxime der Ordnung. Der scheinbaren Passivität des Kapitäns stellt Lenz geplante und spontane Aktivitäten der Mannschaft gegenüber. Aber er nimmt auch die Hilfe der Verbrecher in Anspruch, als die Sicherheit des Schiffes gefährdet ist und eine Wassermine auftaucht. Freytag ist ein älterer Mann, der besonnen und umsichtig, nicht zu seinem Vorteil, sondern immer besorgt um andere dem begegnet, was ihm widerfährt. Schon sehr früh zeigen sich die Unterschiede zur Mannschaft. Außerdem würde er jeden reinholen und keinen auf See lassen, auch wenn er wüsste, wer es sei. Sicherheit, Ordnung und Beständigkeit erläutert Freytag mit dem Prinzip der Notwendigkeit von Pflichterfüllung. „Wenn wir hier nicht wären, dann hätten sie hier einen gut beschickten Schiffsfriedhof, […]. 

    Wenn ein Feuerschiff von seinem Standort verschwindet, hört die Ordnung auf See auf. Die Mannschaftsmitglieder habe ebenfalls ein individuell ausgeprägtes Pflichtbewusstsein, das aus der Notsituation, aufgrund ihres Gewissens oder aufgrund der Erwartungshaltung, wie es möglicherweise Dritte von ihnen erwarten, gesteuert wird. Sachbeschädigung und Körperverletzung prägen ihr Verhalten. So war es ein Fehler, das Boot der Verbrecher zu beschädigen, auch die Sabotage des eigenen Rettungsbootes verkompliziert nur die Lage. Freytag ist sich der Unbedachtsamkeit einer solchen Pflichtauffassung bewusst und er lehnt sie ab (vgl. S. 66).
    Die Mannschaft macht sich der Befehlsverweigerung schuldig, denn das Boot der Verbrecher wird nicht repariert, ebenso wird das Rettungsboot von der Mannschaft sabotiert, so dass die Gewalt eskalieren kann. Zumpe greift auch zu illegalen Mittel, um seiner Pflicht genüge zu tun. Die Bewaffnung der Mannschaft und der Überfall von Caspary wirken unausgereift, aber man hat den Eindruck, dass diese Vorgehensweise innerhalb der Mannschaft besprochen worden ist. Caspary wird bald befreit und Zumpe erschossen. Die Gewaltmaßnahmen der Mannschaft werden vom Zufall gesteuert und vom Kapitän nicht richtig eingeschätzt.
     

    Berücksichtigung der Überlegungen Dritter

    Als Trittel in der Kombüse aus einer plötzlichen Eingebung Eugen umbringt, begründet er es damit, dass die anderen dies von ihm erwartet haben. Er musste sich also  zwischen seinem Gewissen und den Erwartungen der anderen entscheiden. Auch der Vater-Sohn-Konflikt basiert auf den unterschiedlichen Erfahrungen. Während der Vater auf seine Lebenserfahrung zurückgreifen kann, besteht beim Sohn nur eine altersbedingte vourteilsbehaftete Einstellung zur Feigheit seines Vaters, die von Dritten genährt wird und die er bisher immer verdrängt hat. Das Erlebnis aus der Ägäis basiert von der Erzählung der Frau des verwundeten Seemanns, des Sohns des vermutlich ermordeten Matrosen und von Klassenkameraden, also alles Unbeteiligte.
    In der Binnenhandlung stellt Lenz also eine ähnlich Situation vor wie in der Rahmenhandlung, denn Kapitän Freytag soll eine Weizenladung durch die Ägäis in ein Hungergebiet transportieren und musste vor dem Hafen auf Anweisung seiner Reederei kreuzen, wahrscheinlich um eine Erhöhung der Weizenpreise abzuwarten. Natzmer verhielt sich gegenüber einem Matrosen unfair und wurde an Land gefangengenommen und gefoltert. Die übrigen Mannschaftsmitglieder mussten zum Schiff zurück. Auch hier glaubten sie, durch Aktion die Rettung von Natzmer bewirken zu können und einer der Matrosen kehrt zurück, wird dabei aber angeschossen. Freytag lässt Natzmer zurück, lehnt auch hier Gewalt ab und rettet so vermutlich das Leben der übrigen Matrosen. Nach diesem Gespräch mit dem Vater beginnt Fred zumindest an den gehörten Behauptungen zu zweifeln.

    Gewaltverzicht

    Funker Philippi war der Erste der Mannschaft, der auf Gewalt verzichtet hatte und seine Pflicht, wie er es ausgedrückt hat, in der Benachrichtigung der Direktion sieht, die ein Boot senden sollte. Lenz veranschaulicht, dass es bei dieser Extremsituation nicht unbedingt zur Gewalt führen muss. Auf der Gegenseite versucht Caspary ohne Gewalt mit Bestechungsgeldern Einfluss auf die Mannschaft auszuüben, um sein Ziel, an Land gebracht zu werden, realisieren zu können. Ohne es nachzuweisen, ist es doch sehr wahrscheinlich, dass er Erfolg beim Steuermann Rethorn gehabt hat, denn dieser sieht sich fast schon als Sprachrohr der Verbrecher und will zum Schluss den Anker heben. Freytag: „Du redest, als ob du schon sein Geld in der Tasche hast.“

    Die übrigen verhalten sich abwartend und wollen dem Stärkeren gehorchen. Freytag kann mit seiner charismatischen Ausstrahlung die Mannschaft in Schach halten.


    Aufeinander prallende Pflichtauffassungen
    Die Handlung steuert mit der Absendung des Funkspruchs auf einen Höhepunkt zu, denn jetzt ist die Situation nicht mehr revidierbar. Die Mannschaft steht in einer offenen Meuterei dem Kapitän gegenüber, der, auf seinen Grundsätzen pochend, die Ankerkette nicht heben will. Freitag: „Das Schiff verlässt seinen Platz nicht.“ Ordnung bedeutet für den Kapitän den höchsten Wert. „Ordnung“ nicht nur als Ordnung auf See, sondern auch die Mannschaft nach der letzten Wache heil an Land zu bringen. Der Schuss auf Freytag hat eine befreiende Signalwirkung, denn jetzt handelt die Mannschaft und fesselt Dr. Caspary, d. h., der Kapitän bleibt Sieger.

    Der Autor vermeidet eine moralische Wertung

    Die Erzählung weist stark novellistische Züge auf und der Autor verleiht den Figuren seine Sprache, die er mit seemännischen Fachbegriffen unterlegt. Er schreibt unpathetisch, sachlich kühl und sehr genau, die Dialoge sind knapp, wenig nuanciert. Lenz lässt in seinen Figuren unterschiedliche Pflichtauffassung zum Vorschein kommen, die sich bestimmt nicht exakt mit der Auffassung des Autors decken. Die Pflichterkenntnis von Freytag setzt sich zwar durch, aber dadurch eine Aussage von richtigem und falschem Handeln abzuleiten, ist unzulässig.

    Sämtliche Pflichtauffassungen sind nachvollziehbar.

     

    Mit Kapitän Freytag wird ein Seemann gezeigt, der in extremer Situation ruhig bleibt und sich nicht verleiten lässt zu einem äußerlich oberflächlichen Helden. Werthaltungen werden nur in dem langen Gespräch zwischen Vater und Sohn sichtbar. Die hier verwandte Sprache ist zu differenziert, es werden kluge Gedanken geäußert, so dass sich Lenz hier selbst eingebracht hat, denn in dieser ausführlichen Form wäre diese Rede so nicht notwendig gewesen.

    „Solange du glaubst, dass die einzige Möglichkeit eines unbewaffneten Mannes darin besteht, sich mit Gewehrmündungen einzulassen, halte ich nichts von dem, was du weißt. Ich werde dir etwas sagen, Junge: ich war nie ein Held, und ich möchte auch kein Märtyrer werden; denn beide sind mir immer verdächtig gewesen: sie starben zu einfach, sie waren auch im Tod ihrer Sache noch sicher – zu sicher, glaube ich, und das ist keine Lösung […].“

    Freytag möchte seinem Sohn seine Position eindeutig klarlegen und die damalige Situation mit der heutigen Situation auf dem Schiff in Beziehung setzen. Es ist die Frage, ob er genau so gehandelt hätte, wenn sein Sohn nicht mit an Bord gewesen wäre.


    Aber Freytag hat bestimmt nicht alle Situationen richtig eingeschätzt:
    1. Er sieht anfangs die Gefahr nicht.

    2. Einem Besatzungsmitglied wird unterstellt, dass er das Rettungsboot losgeschnitten hat.
    3. Er glaubt nicht, dass Mannschaftsmitglieder Aktionen planen, verkennt aber den seelischen Konflikt. Aufgrund der Pflichtüberlegung glauben die Matrosen handeln zu müssen und sahen die Passivität des Kapitäns als Gefahr.

    Freytag vermeidet Gewalt gegen andere, nimmt aber Gewalt gegen sich selbst in Kauf, wenn es der Aufrechterhaltung der Ordnung dient. Er demonstriert Pflicht- und Verantwortungsgefühl für andere und die ihm anvertraute Aufgabe. In diesem Fall ist es sekundär, ob Freytag überlebt oder nicht. Der Tod ist nicht unbedingt zwangsweise Logik, wenn seine Pflichtmoral und die konsequente Umsetzung im Vordergrund stehen.
    Lenz steht zwar der Handlung von Freytag nahe, aber auch das Verhalten der Mannschaft ist nachvollziehbar, wenn sie etwas gegen die Bedrohung an Bord unternimmt. So fällt es schon schwer, eine Moralhierarchie von Fred, Freytag und den übrigen Mannschaftsmitgliedern zu überlegen. Der Leser ist gezwungen, jede Aktion selbst zu überprüfen.

    Stilistische Mittel

    Die Erzählung findet auf zwei Ebenen statt, die Erzählgegenwart der Rahmenhandlung und die auf ein Minimum angelegte Erzählvergangenheit der Binnenhandlung. Mit einer Ausnahme enthält sich der Autor einer Wertung, so dass man einen objektiven Erzählstil feststellen kann, bei der die Handlung geradlinig in einen Konflikt hineinsteuert, der eine Lösung herausfordert. Man kann deshalb auch von novellistischen Merkmalen sprechen.
    Man erkennt den personalen Er-Erzähler, denn der Autor enthält sich der Kommentierung und der Erzähler tritt hinter seine Figuren zurück, so dass sich der Eindruck ergibt, der Leser befindet sich am Handlungsort und nimmt die Welt aus der Sicht einer Romanfigur wahr. Die Bewertung wird damit dem Leser allein überlassen. Die Erzählung ist auf das Finale furioso ausgerichtet, der unerhörten Begebenheit, in der der wahre Charakter des Menschen hervortritt. Dies hat der Autor auch bestätigt in: „Ich bin ein militanter Demokrat. S. 15.
    “Ich habe mich damals gefragt: Ist es nicht möglich, dass du ein ganzes Leben ungeprüft, unentdeckt unter einer glatten Oberfläche leben kannst, ohne jemals so genötigt, gezwungen zu werden, Farbe zu bekennten. Ja, das kann man; in krisenlosen Zeiten sanft dahinplätschern. Wenn dich etwas auf die Probe stellt, dann bist du genötigt, dich zu offenbaren und dann zeigst du es in einem einzigen Augenblick und kannst 30 oder 40 Jahre deines Daseins auf erschreckende Weise widerlegen.“

     

     

    4.2 zu Aggressivität und Gewalt:


    4.2.1 Aggressivität
    Etymologie:
    lat. aggredi – herangehen, angreifen

    Definition:
    Aggressivität richtet sich gegen Lebewesen und/oder Gegenstände. Sie entsteht oft durch Frustrationen, plötzliche Erregungszustände, Imitationsverhalten, fehlende Elternliebe, berufliche oder private Überforderung.

    Sie kann offen oder verdeckt, durch direkte oder indirekte Handlung, von Einzelpersonen oder Gruppen bewirkt werden.

     

    4.2.2 Gewalt
    Die Gewalt tritt einmal als „potentia“ – Macht, Herrschaft oder „violentia“ – physische und psychische Gewalt auf. Die Beurteilung von Gewalt ist abhängig vom Kulturkreis, erkennbar ist dies z. B. am Züchtigungsrecht der Frauen in islamischen Ländern.
    Eine eindeutige Trennung zwischen Gewalt und Aggressivität ist nicht möglich.

    Text von B. Brecht: Es gibt viele Arten zu töten

    Man kann einem ein Messer in den Bauch stechen,
    einem das Brot entziehen,
    einen von seiner Krankheit nicht heilen,
    einen in eine schlechte Wohnung stecken,

    einen durch Arbeit zu Tode schinden,
    einen zum Selbstmord treiben,
    einen in den Krieg führen …
    Nur Weniges davon ist in unserem Staat ver

    Das Feuerschiff-Quiz

     

    Mehrere Antworten können richtig sein.

    1. Fred hatte vor seinem Schiffaufenthalt

    • eine Lungenentzündung
    • eine Bleivergiftung
    • eine Blutvergiftung
    • eine Quecksilbervergiftung
  • 2. Dr. Caspary

    • besitzt eine kleine Schiffswerft
    • arbeitet als Chirurg
    • arbeitet in einer Rechtsanwaltskanzlei
    • erpresst andere Menschen
  • 3. Levante

    • ist der Name eines Schiffes
    • ist der Koch des Feuerschiffs
    • nennt sich Frau Caspary
    • sind die östlichen Mittelmeerländer
  • 4. Als Funkschapp bezeichnet man

    • eine Nachricht
    • den Funker
    • der Funkraum auf dem Schiff
    • die Sendeanlage
  • 5. Eugen

    • ist der Bruder von Eddie
    • bringt die Wassermine zur Explosion
    • tötet Edith
    • wird von Trittel erstochen

    6. Das Boot der Verbrecher

    • hat sich vom Feuerschiff gelöst
    • wurde von Rethorn abgeschnitten
    • ist gesunken
    • wurde von Dr. Caspary losgelöst

    7. Fred

    • versteht sich mit seinem Vater sehr gut
    • sieht ihn als Feigling an
    • schämt sich wegen ihm bei den Nachbarn
    • will ebenfalls Kapitän werden

    8. Auf dem Feuerschiff

    • wird bei Dunkelheit eine Kennung geblinkt
    • wird bei ankommenden Schiffen eine
      Begrüßungsmelodie gespielt
    • der Seegang festgehalten
    • ein Logbuch geführt

    9. Dr. Caspary will Kapitän Freytag

    • einen Siegelring geben
    • 100 000 Mark für die Überfahrt schenken
    • 10 000 Mark schenken
    • 30 000 Mark für die sichere Überfahrt nach Faaborg bezahlen

    10. Die Männer eines Versorgungsbootes

    • kommen die Gefangenen abholen
    • bringen Lebensmittel
    • werden bestens bewirtet
    • übergeben eine Torte

    11. Funker Philippi

    • kann flüchten
    • zieht den Anker hoch
    • handelt eigenmächtig
    • informiert die Direktion

    12. Die beiden Brüder Eddie und Eugen Kuhn

    • haben eine Bank überfallen
    • sind aus dem Gefängnis geflohen
    • haben einen Briefträger erschossen
    • sind Piraten

    13. Der Vater von Dr. Caspary

    • war ein frommer Mann
    • besaß eine Brauerei
    • schrieb Kommentare zur Bibel
    • verkaufte Bratwürstchen

    14. Am Ende der Erzählung

    • zieht Rethorn den Anker hoch
    • erschlägt Fred Eddie mit dem Marlspieker
    • wird Kapitän Freytag getötet
    • überwältigt man Dr. Caspary

    Gewalt und Aggressivität in der Erzählung


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    S. 51




    S. 65
    S. 67
    S. 72
    S. 79
    S. 95

    S. 101
    S. 108

    Auffinden der Waffen von den drei Verbrechern.

    Verbale Auseinandersetzung zwischen Caspary und Freytag über das Schiff.
    Kampf zwischen Zumpe und Eddie.
    Technische Manipulation am Boot der Verbrecher und dem Beiboot.

    Eigene Bewaffnung der Mannschaft und Planung eines Überfalls.

    Töten der Saatkrähe Edith durch Eugen.

    Gespräch zwischen Vater und Sohn:
    Zweikampf mit dem Griechen Kaxi,
    Niederschlagen des Griechen,
    Fesseln und Töten von Natzmer,
    Schussverletzung von Lubisch.
    Geplante Gewaltaktion von Gombert.
    Zusammenschlagen von Caspary.
    Erschießen von Zumpe.
    Drohung von Caspary gegenüber Freytag.
    Ermordung von Eugen durch Trittel.
    Detonation der Wassermine durch MP-Beschuss.
    Schlussszene am Ankerspill:
    Verletzung von Freytag durch Eddie,
    Erschlagen von Eddie durch Fred mit dem Marlspieker,
    Verhaftung von Caspary.




     


    4.3 Vater-Sohn-Konflikt (Zusammenfassungen)
     

    4.3.1 Brief von Franz Kafka an seinen Vater (s. S. 150 f.)
    Der Sohn bringt die obligatorisch immer wieder zu hörenden Vorwürfe seines Vaters, dass er sich für seine Kinder geopfert habe und sie in Saus und Braus leben würden. Bei Franz werden immer wieder Ängste deutlich, wenn es um eine Aussprache geht. Sein Ziel ist es, mit seinem Vater eine Art Waffenstillstand mit gegenseitigem Respekt zu realisieren und er möchte mit dem Brief, den er nie abgesendet hat, auf das gestörte Vater-Sohn-Verhältnis hinweisen.

    4.3.2 „Muss es für alles einen Grund geben (s. S. 152 ff.)?“
    Vater und Sohn schauen sich gemeinsam einen Kriminalfilm an; während der Sohn sich auf die Filmhandlung konzentriert, betrinkt sich der Vater. Durch seine ständigen naiven Kommentare nervt der betrunkene Vater seinen Sohn, der ihm schließlich das Wort verbieten will. Der Vater stürzt sich daraufhin auf ihn, aber durch eine Ausfallbewegung seines Sohnes verliert er das Gleichgewicht, schlägt mit dem Kopf gegen die Kaminwand und stirbt.

    4.3.3 Paul Auster: Die Erfindung der Einsamkeit (s. S. 156 ff.)
    Paul erhält sonntags die Information über den plötzlichen Tod seines Vaters. Nach einer dreistündigen Fahrt nach New Jersey findet der Sohn im Haus seines Vaters verschiedene ihn befremdete Hinterlassenschaften seines verstorbenen Vaters, die ihm einen geistigen Zugang zu der unbekannten Welt des Vaters verschaffen. Es tauchen Kondome und Haarfärbemittel auf, die ein gewisses Geheimnis in sich bergen, aber auch unbekannte Fotos.

    4.3.4 Untersuchung des Vater-Sohn-Konflikts in der Erzählung anhand der Dialogszenen

     


     

     

    Freytag

    Fred

    1. Dialog: S. 51 ff.
    obrigkeitstreu, umsichtig, sportlich, befehlsgewohnt, zielstrebig, geduldig, risikoabwägend, egoistisch, nicht heldenhaft vordrängend, überlegen, verantwortungsbewusst, fürsorglich gegenüber der Mannschaft, geradlinig in seiner Gewaltablehnung, pflichtbewusst
     

    Übernahme von fremden Meinungen (Natzmers Sohn, Elke Lubisch, Klassenkameraden) vorurteilsgeprägt, oberflächlich, pubertär trotzig, einseitig beurteilend, fehlende Einsicht, Angst vor der geringen sozialen Akzeptanz des Vaters in der Nachbarschaft

    2. Dialog: Ankerspill-Szene, S. 111 ff.
    zielstrebig, pflichtbewusst, stur, ordnungsliebend, charismatisch, mutig

    mutiger Einsatz, um Eddie außer Gefecht zu setzen, beeindruckt vom Vater

    4.4 Aufsatzthemen:

     


    4.4.1 Dr. Caspary erwähnt gegenüber Freytag, dass in seiner Familie alle vierzig Jahre ein Verbrecher auftauche und diese Zeit jetzt wieder vorbei sei (vgl. S. 85).
    Charakterisieren Sie Caspary.

    4.4.2 Erörtern Sie, wie es auf dem Feuerschiff zur Gewalt kommt und welche Folgen sich daraus für die Betroffenen ergeben.

    4.4.3 Rethorn behauptet gegenüber Freytag: „Wir werden etwas tun, es ist unsere Pflicht“ (s. S. 32).
    Untersuchen Sie die unterschiedlichen Pflichtauffassungen der Menschen an Bord.

    4.4.4 Hätte Kapitän Freytag durch eine nachgiebigere Haltung gegenüber den Verbrechern Menschenleben retten können? Beurteilen Sie kritisch seine Vorgehensweise.


    4.4.5 Siegfried Lenz hat in seiner Erzählung als Handlungsort das Feuerschiff ausgewählt.
    Erörtern Sie, welche Funktion das Feuerschiff wahrnehmen muss und wie der normale Arbeitsalltag der Mannschaft aussieht.
     

    4.4.6 „[…] wenn ein Feuerschiff von seinem Standort verschwindet, hört die Ordnung auf See auf   (s. S. 29)“, behauptet Kapitän Freytag.
    Nehmen Sie zu seiner Aussage Stellung.
     

    4.5 kreatives Schreiben:


    4.5.1 Der Vater überlebt und es kommt im Krankenhaus zu einem erneuten Gespräch zwischen Vater und Sohn.
    Gestalten Sie das Gespräch.

    4.5.2 Beeindruckt durch den Vater beschließt Fred eine Ausbildung auf See. Schildern Sie seine Erlebnisse auf einem Lastkahn.

    4.5.3 Freytag nimmt neben seinem Sohn auch die Lebensgefährtin mit an Bord. Beschreiben Sie ihre Rolle und Verhaltensformen in der Konfliktsituation.

    4.5.4 Kapitän Freytag ist gezwungen, die Erlebnisse auf dem Feuerschiff in das Logbuch des Schiffes einzutragen.
    Formulieren Sie die Eintragung.

     

    5          Film

     

    5.1 Vorstellung einiger Szenen

     


    5.2 Leitfragen zur Filmanalyse:


                                                                     die Kamera:

    1. Werden alle für das Geschehen relevanten Figuren und Objekte im On dargestellt? Erfolgt die Darstellung so, dass sie alle geschehensrelevanten Informationen über die Figuren und Objekte liefert? Erfolgt die Charakterisierung der Figuren direkt oder indirekt.
     

    2. Welche Auffälligkeiten gibt es bezüglich der Perspektive, Einstellungsgröße und Bewegung beim Einsatz der Kamera.


     

    3. Welche Einstellungsgrößen dominieren den Film?
     


    4. Inwiefern dienen die Groß- und Makroeinstellungen der emotionalen Charakterisierung?
     


    5. Was sagen die Kleidung, die Wohnverhältnisse und die Gegenstände  über die dargestellten Personen aus, repräsentieren sie ein bestimmtes Milieu.


    Licht:

     

    1. An welchen Stellen weicht die Lichtgestaltung von der Darstellung der natürlichen Lichtverhältnisse ab? Nennen Sie mögliche Gründe?

    2. Inwiefern prägt die Lichtgestaltung die Atmosphäre des Films?


    3. Charakterisiert die Lichtgestaltung bestimmte Personen oder schafft sie eine bestimmte Raumwirksamkeit?

     

    Schauspiel und Figuren:

     

    1. Wie authentisch wirken die Figuren?

     

    2. Wie werden die sozialen Rollen im Filmgeschehen erkennbar?

    3. Welche Figuren übernehmen Handlungsrollen (role-making) und gehören damit zu den Hauptfiguren und welche Figuren übernehmen Funktionsrollen (role-taking), die man als Nebenfiguren und Statisten bezeichnet.
     

    4. Untersuchen Sie das Bezugsverhältnis der Personen untereinander.


    Ton:

    1. Inwiefern trägt die Figurenrede zum Verständnis und zur Charakterisierung der Personen bei?


    2. Gibt es eine Erzählerfigur? Wie verhält sich ihre Rede zum Bild? Wirkt sie objektiv oder subjektiv? Welche Rolle spielt die Erzählerfigur für das Geschehen.

    3. Inwiefern charakterisiert die Musik den erzählten Raum und trägt zu dessen historischer und kultureller Einordnung bei?

    4. Gibt es Leitmotive, die an bestimmte Personen, Räume oder Stimmungen gebunden sind?

    5. An welcher Stelle unterstützt die Musik die Darstellung im Bild?


    6. Wirkt die Geräuschkulisse authentisch?
     


     



    5.3 Film-Literatur-Vergleich
    Abweichungen zur Literatur

     

     

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    52:09
     

     

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    1:00:39

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    1:07:07

    1:08:17

    1:11.31

    1:12:26

    1:15:10

     

    1:20:11
     

    1:22:30
     

    1:23:36

    1:25:30
    1:25:58

    1:26:00

    1.26:59
    1:27:00

    Besuch des Vaters im Krankenhaus, um den Sohn mit zur letzten Wache auf dem Feuerschiff mitzunehmen (hier auf der Nordsee und nicht Ostsee).
    Hinweis auf die Verbrecher und den Überfall der Geldboten, Auftauchen von zwei jungen Verkäuferinnen, die erschossen werden.

    Freytag begegnet seiner Verlobten Inga in der Funkstation, Geburtstagsfeier.

    Hinweis auf die Frührente von Kapitän Johann Freytag.
    Siegfried Lenz als Gast auf dem Überfahrtschiff.
    Aufbewahrte Todesanzeige von Zumpe (hier Zombie).

    Pubertäres Herumtelefonieren von Fred mit dem Handy.
    Vorstellung von Rethorn als 1. Offizier (eig. Steuermann).
    Saatkrähe Edith wird zu Rita im Film.
    Soltow stellt Fred den Maschinenraum vor, Zombie plant nach der letzten Wache auf dem Feuerschiff eine Reise nach Südamerika, Fred nach Neuseeland, Diskussion mit dem Vater.
    Hinweis auf eine Alkoholfahrt von Fred (2 Promille) und anschließendem Unfall als Ursache des Krankenhausaufenthalts.

    Fred erkennt die drei in Seenot geratenen Verbrecher mit dem Fernglas.

     

    Feuerschiff mit dem Namen „Borkum Riff“, Standort Borkum, das auf der Nordsee verankert ist.

    Kein Handykontakt, da Funkloch.

     

    Eugen und Eddie Kühl, nicht Kuhl.


    Geplante Reparatur des Bootes, Erkennen der Pistole bei Dr. Caspary, indirekte Drohung.

    Auf dem Boot der Verbrecher gefundene Waffen, Ablehnung der Gefangenennahme durch Freytag

    Gespräch über das Feuerschiff und seine Funktion
    Streit zwischen Eddie und Soltow, Bootmanipulation
    Rettungsboot ist ebenfalls nicht einsatzfähig.

    Schiffsglocke wird als Alarmsignal geläutet.
    Gespräch Freytag – Caspary
    Einblendung des Verbrechens der beiden Brüder: Tod der beiden Frauen, Hinweis auf den Geldtransporter.
    Gespräch zwischen Freytag und seinem Sohn.
    Szene mit der Krähe Rita – Zombie und Eugen.
    Funkspruch von Philippi, kein Hinweis auf die Ereignisse, Wetterinfos, Unterbrechung des Funkverkehrs.

    Die beiden Frauen in der Funkempfangsanlage, es wird deutlich, dass Johann Freytag Ole nicht im Stich gelassen hat.
    Stille Bewaffnung der Mannschaft, aber Unterbindung der geplanten Aktion durch Freytag.

    Logbuch-Szene (Freytag – Caspary)

    „Ein Feuerschiff verlässt seine Position nie.“
    Emotionalisierte Szene: Erschießung der Krähe, Gombert mit Haken als Waffe,

    entscheidendes Gespräch zwischen Fred und seinem Vater, Vorwurf der Feigheit (Abänderung der Geschichte).
    Betonung des Vaters, kein Held und kein Märtyrer zu sein, Vorwurf des Sohnes: Nichtstun in der gefährlichen Situation.
    Streit: Sohn übernachtet an Deck.

    Funkerin Inga versucht Kontakt aufzunehmen. Sie hat Freytag als Geschenk das schon gekaufte Hausboot als Modell mitgegeben, in dem sie nach der Hochzeit wohnen wollen.
    Nebel, hörbares Nebelsignal des Feuerschiffs.
    Die Leine des Verbrecherbootes wurde durchgeschnitten.

    Angriff von  Gombert auf Caspary.
    Erschießen von Zombie, der Eugen erstechen wollte, Vorwurf von Caspary über die angeblichen Fantasielosigkeit der Matrosen.
    Emotionalisierte Szene:  homosexueller Koch wäscht den Erschossenen.
    Caspary will das Feuerschiff übernehmen.
    Ankunft des Versorgungsschiffs, Trinken auf die letzte Wache.
    Hinweis auf das zukünftige unbenannte Feuerschiff UFS
    Gespräch von Caspary – Freitag
    (alle 40 Jahre kommt ein schwarzes Schaf innerhalb der Familie vor, jetzt der Verbrecher Caspary).
    Geständnis von Caspary, das Boot selbst abgeschnitten zu haben

    Rethorn verlangt Aktivität vom Kapitän

    Inga äußert Befürchtungen gegenüber der Kollegin.
    Freytag entdeckt Blutspuren, stellt Trittel zur Rede, der die Ermordung von Eugen zugibt (emotionalisierte Situation).

    Bestechungsversuch von Dr. Caspary mit 20 000 €.
    Hinweis auf die Bestechung anderer Mannschaftsmitglieder.
    Funkbude, indirekte Information und Benachrichtigung der Wasserschutzpolizei durch Inga.
    Meuterei der Mannschaftsmitglieder, abwartende Haltung zwischen Dr. Caspary und Freytag, Rethorn ist bestochen.
    Teilweises Aufziehen der Ankerkette, Freytag will es verhindern und wird angeschossen.
    Fred ersticht Eddie mit einer Rundfeile.
    Caspary wird überwältigt.

    Keine Fahrtaufnahme des Feuerschiffs.
    Freytag stirbt.
    Allgemeiner Hinweis auf das Ende der Feuerschiff-Zeit


     

     

    5.4 Arbeitsblatt zum Film

     

     

    5.4.1 Beurteilen Sie die im Film gesehenen mit den im Buch vorgestellten literarischen Figuren.
    5.4.1.1 Kapitän Freytag
    5.4.1.2 Sohn Fred
    5.4.1.3 Dr. Caspary
    5.4.1.4 Nebenfiguren

    5.4.2 Begründen Sie, wie Ihnen die Handlungsausweitung über die Verlobte Inga ge-
     fällt.

    5.4.3 Erörtern Sie, ob der Vater-Sohn-Konflikt nachvollziehbar vorgestellt worden ist?

    5.4.4 Welchen Eindruck hinterlässt bei Ihnen die gefühlvolle Szene mit dem homo-
     sexuellen Koch und dem erschossenen Zombie?


    5.4.5 Entspricht der Handlungsort (Feuerschiff) Ihren Erwartungen? (Begründung)

    5.4.6 Mit welcher Figur können Sie sich leicht identifizieren? (Begründung)

    5.4.7 Gibt es einen Erzähler im Film und welche Bedeutung hat er für die Handlung?

    5.4.8 Untersuchen Sie die Kameraführung.
    5.4.8.1 ausgewählte Einstellungen:
     (Panorama, Totale, Halbtotale, Halbnahe, Amerikanische, Nahaufnahme, Groß- und

     Detailaufnahme, Normalperspektive, Auf- und Untersicht)

    5.4.9 Prägt die Lichtgestaltung eine bestimmte Atmosphäre? (Begründung)


    5.4.10 Wirkt die Geräuschkulisse authentisch

     

    6 Literatur

    6.1 Primärliteratur:

     
    Lenz, Siegfried (2007): Das Feuerschiff. Ernst Klett Verlag, Stuttgart und Leipzig.
     ISBN 978-3-12-26262650-1.

     

    6.2 Sekundärliteratur:

    6.2.1 Maletzke, Erich (2006): Siegfried Lenz. Eine biografische Annäherung. Zu Klampen

     Verlag, Springe. ISBN 3-93-4920-88-8.

    6.2.2 Wagener, Hans (1979): Siegfried Lenz. Autorenbücher. C. H. Beck´sche Verlags-

     buchhandlung, München. ISBN 3 406 04152 3.
     

    6.2.3 Reber, Trudis (1986): Siegfried Lenz. Siegfried Lenz. Colloquium Verlag Berlin.
     ISBN 3-7678-0678-9.

     

    6.2.4 Nordbruch, Claus (2003): Über die Pflicht. Eine Analyse von Siegfried Lenz.
     Georg Olms Verlag AG, Hildesheim. ISBN 3-487-10078-9


    6.2.5 Genette, Gérard (1998): Die Erzählung. Wilhelm Fink Verlag, München.

     ISBN 3-7705-2923.

    6.2.6 Gerdau, Kurt (1988): Elbe 1. Feuerschiff der Stürme. Koehlers Verlagsgesellschaft

     mbH, Herford. ISBN 3-7822-0459-X


    6.2.7 Mewes, Katharina (2007): Siegfried Lenz „Das Feuerschiff“. Praktikumsbericht.
     Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Institut für Germanistik.

    6.2.8 http://www.welt.de/hamburg/article2574074/NDR-zeigt-Das-Feuerschiff-von-
     Siegfried-Lenz (Stand: 14.07.2009)

    6.2.9 http://www.klett.de/Lektrekommentar/SiegfriedLenz/Das/Feuerschiff.
     von Karin Pohle


    6.3 Film:
     
    Das Feuerschiff mit Jan Fedder, Axel Milberg und Tobias Schenke. Nach einer
     Erzählung von Siegfried Lenz. DVD mit einer Spieldauer von ca. 89 Minuten. 2008
     Im Auftrag des NDR für Das Erste.



     

     

    Feuerschiff “Borkum Riff”

    Unbemanntes Feuerschiff