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Gute Leistungen bei den Landesschreibwettbewerben der kaufmÀnnischen Schulen 2010
Bei hochsommerlichen Temperaturen trafen sich die diesjÀhrigen Sieger der kaufmÀnnischen Landesschreibwettbewerbe, um Geldpreise und Urkunden des Ministers entgegenzunehmen.
Bildungsreferentin Ingrid Lang begrĂŒĂte die GĂ€ste im Verbandshaus der MESaar und dankte Landesfachberater Karl-Heinz Freudenreich fĂŒr die DurchfĂŒhrung dieser Wettbewerbe. âOrthografisch richtiges Schreiben ist und bleibt fĂŒr zukĂŒnftige Kaufleute auĂerordentlich wichtig und trĂ€gt mit zur positiven AuĂenwirkung einer Firma beiâ, bemerkt Ingrid Lang, die mit anderen Firmen den Landesdiktatwettbewerb finanziell unterstĂŒtzt. âDreizehn Schulen haben in diesem Jahr am Landesdiktatwettbewerb teilgenommen und eine vierzehnte Schule hat ihr Teilnahmeinteresse fĂŒr das nĂ€chste Jahr signalisiertâ, informiert Freudenreich. Bei diesem Wettbewerb mĂŒssen sich SchĂŒler ĂŒber ein Ausscheidungsdiktat innerhalb der Schule qualifizieren, um dann beim Finaldiktat im Bildungsministerium sich mit den anderen Schulbesten zu messen. Die ausgewĂ€hlten Diktattexte standen in diesem Jahr unter dem Leitmotiv âLesenâ. âWer nicht richtig lesen kann, isoliert sich von der Informationsgesellschaft, bekommt Schwierigkeiten beim Schreiben und kann seine Probleme nicht mehr selbststĂ€ndig lösenâ, erlĂ€utert Freudenreich. Auf Petra Diederich (GĂŒnter-Wöhe-Schulen SaarbrĂŒcken), die den 1. Platz, Corinna Oehm (KBBZ Hochwald) den 2. Platz und Jonas Ausserwinkler (BBZ Homburg) den 3. Platz in der Leistungsgruppe I (Handelsschule, Berufsgrundbildungsjahr) erreicht haben, gibt es keine Schwierigkeiten mit dieser grundlegenden Kulturtechnik. In der Leistungsgruppe II (Fachoberschule, Berufsschule) erreichen Shanice Hofmann (BBZ St. Wendel) den 1. Platz, Kevin SchĂ€fer (KBBZ Dillingen) den 2. Platz und Dominic Brandts (GĂŒnter-Wöhe-Schulen SaarbrĂŒcken) den 3. Platz. Vom Vertreter des Bildungsministers Thomas Alt erhalten sie Urkunde, GeldprĂ€mie und Sachgutscheine.
âOver the rainbowâ singt die angehende Grundschullehrerin Nicole Geier, begleitet von dem Musikstudenten Sebastian Wust, beide begeistern die Anwesenden mit diesem Lied aus dem Musical âDer Zauberer von Ozâ, in dem einem SĂ€nger mĂ€rchenhaft die ErfĂŒllung seiner WĂŒnsche am anderen Tag versprochen wird. FĂŒr die Merziger FachoberschĂŒlerin Daniela Boncourt ist ihr Wunsch Wirklichkeit geworden, denn sie hat im kreativen Schreibwettbewerb, dem zweiten Landeswettbewerb, mit der ErzĂ€hlung âAlbtraumausbildungâ den ersten Preis gewonnen. âIch habe wĂ€hrend meines Praktikums in einem Baumarkt mir Wissen aneignen können, das ich in dem kurzepischen Text verwandteâ, erklĂ€rt die SchĂŒlerin den Anwesenden, âund mir einen autoritĂ€ren Ausbildungsleiter vorgestellt, der gerade am ersten Arbeitstag die weibliche Auszubildende schikanierte und sie unter Druck setzte.â Aber die berufliche Horrorgeschichte wird von ihr geschickt als ein Albtraum aufgelöst und der tatsĂ€chliche erste Arbeitstag der BerufsanfĂ€ngerin verlĂ€uft im Betrieb problemlos. Die Jury hat ihr fĂŒr diese Arbeit den ersten Preis zuerkannt. FĂŒr das beste Gedicht erhielt Anna Ewert (BBZ Lebach) Urkunde und GeldprĂ€mie. Freudenreich dankte seinen Deutsch-Fachkollegen Nadine Schenten (KBBZ Dillingen), Nikolaus Schmitt (KBBZ Neunkirchen), Ulrike Jockers (BBZ St. Ingbert), Matthias Simmer (Vorsitzender des VLW), Nicole Stephan (KBBZ Saarlouis), Maria Scheid (BBZ Lebach) und Erich Wurtz (KBBZ Halberg) fĂŒr ihre Arbeit in den beiden Jury-Auswahlkommissionen und den vielen Kollegen an den Schulen fĂŒr ihre zusĂ€tzliche Korrektur der SchĂŒlerdiktate.
Einen zusĂ€tzlichen Preis haben die Jurymitglieder der Merziger HandelsschĂŒlerin Mila Yasemin Perdomo fĂŒr ihre MilitĂ€rgeschichte vorgesehen. Sie wurde angeregt von einem Bild auf dem Wettbewerbsplakat, das die Bundeswehr in Afghanistan zeigt, eines der drei Wettbewerbsbilder, zu denen die SchĂŒler ihre Texte schreiben konnten. âDie ErzĂ€hlung meiner Oma ĂŒber den Opa, der aus dem Zweiten Weltkrieg zurĂŒckkam und wenig spĂ€ter an den Kriegsfolgen starbâ, erzĂ€hlte Mila, âhabe ich mit der Geschichte meines Freundes verknĂŒpft, der als Bundeswehrsoldat nach Afghanistan fliegen soll. FĂŒr mich schwierig war die VerknĂŒpfung der beiden Zeitebenen und die ZusammenfĂŒhrung in einem interessanten Schluss.â Es gelang ihr und so konnte sie den auĂergewöhnlichen Anerkennungspreis entgegennehmen. FĂŒr Thomas Alt können die beiden Landeswettbewerbe nur Akzente setzen und Mut machen, in Zukunft auf fehlerfreies Schreiben zu achten und mit Freude das kreative Schreiben weiterzuentwickeln. Der Vollblutmusiker Martin Herrmann, Philosophiestudent an der Uni Trier, schloss die Veranstaltung mit einer eigenwilligen Liedkomposition zu âThe prayerâ von Andrea Bocelli unter starkem Beifall ab. Wer als SchĂŒler im kaufmĂ€nnischen Schulsystem weiterhin bleiben wird, wurde von Karl-Heinz Freudenreich eingeladen, beim nĂ€chsten Wettbewerb wieder teilzunehmen, wenn es heiĂt: Mach mit, es lohnt sich!
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